Tipps und Tricks 540i M62TU Prins VSI 2.0

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    • Tipps und Tricks 540i M62TU Prins VSI 2.0

      Hallo zusammen,

      nach längerer Überlegung würde ich gerne mein Alltagsauto auf Gas umrüsten. Ja...es gibt genug angebotene Autos und auch ist das Auto im Verhältnis schon wirklich sehr alt dafür.
      Punkte die dafür sprechen: Es war bereits mal eine STAG 300 verbaut. Heraus gerissen wurde die, weil der Umrüster die Verkabelung von Anfang an verkackt hatte und zwei Benzineinspritzdüsen vertauscht waren, weshalb der Wagen nie richtig lief. Auch war der Kabelbaum im Bereich der Düsen gelötet und ich konnte final mit dem Einfachen Anfassen vom Kabelbaum Einspritzaussetzer generieren. Also richtig professionell!
      In der Karosserie sind aber bereits alle Löcher vorhanden, die man leider benötigt. Das Auto habe ich mechanisch bereits vollständig durch repariert und darin sehr viel Zeit und Arbeit investiert. Es käme jetzt eigentlich nur der Verkauf in Frage. Ich denke nicht, dass mir jemand den dafür notwendigen Preis zahlen würde. Also werde ich das Auto wohl einfach weiter fahren.

      Punkte, die dagegen sprechen sind ja vor allem, dass man wieder anfängt am jetzt neuen Kabelbaum herum zu fummeln und dass der M62TU nicht gasfest ist. Thema Ventiltaschenabschmelzungen. Dagegen lässt sich jedoch etwas mit Additivierung machen.

      Was würde ich gerne machen?
      • Prins VSI 2.0 wegen ECE R115
      • 650 x 300 Tank 82 Liter
      • durch die räumliche Nähe alles komplett bei GM Service Nagel kaufen, auch wenn das Mehrkosten bedeutet
      • Selbsteinbau
      • Gasdüsenadapter statt Löcher in die Ansaugbrücke fummeln
      • Benzinrail höherlegen
      • Kabelbaum möglichst nicht löten, sondern Signale über Stecker-Lösungen abgreifen


      Habt ihr Gasdüsenadapter-Erfahrungen?
      Ich bin was das angeht natürlich kein Profi, aber wenn ich die wilde Bohrerei in Ansaugbrücken sehe und sehen wie jede Bohrung einen anderen Winkel und eine andere Position hat, wundere ich mich nicht, dass es zu lokalen Hitzestauproblemen im Verbrennungsprozess des M62TU bei Gasumrüstungen kommt. Überhaupt bin ich kein Freund davon, dass man die originale Ansaugbrücke verfrickelt und jede Bohrung irgendwie anders aussieht...und mit dem Akkubohrer gemacht wird. Ich würde mir noch gefallen lassen, dass man eine Injektionsbohrung parallel zur Benzindüse mittels CNC-Fräse einbringt.

      Habt ihr Erfahrungen was Stecker statt löten angeht?
      Beim Löten im Motorraum bekomme ich immer Pickel auf der Zunge. Ich bin davon kein Freund. Wärme und Lot verträgt sich nicht so sonderlich. Ich würde dafür gerne eine saubere Lösung mittels Stecker verwenden. Macht mehr Arbeit, kann aber im Bedarf einfach rausgeschmissen werden.

      Habt ihr sonst noch Tipps?
      Vielleicht zur Positionierung des Verdampfers (würde ich gerne neben dem Bremskraftverstärker verstecken) oder zu den optimalen Abgreifpunkten für den Vor- und Rücklauf des Kühlmittels?
    • Danke, seine Meinung und Erfahrung kenne ich, schätze ich und teile ich. Mich wundert es aber nicht, wenn ich den - sorry - Scheiß sehe, der so verbaut wird und wie das verbaut wird.
      Das kann nicht funktionieren. Irgendwo am Grund der Ansaugbrücke in irgendeinem Winkel zwischen 30 und 45° in irgendeine Richtung - möglichst auf die Kanalwand und nicht in Richtung Brennraum zeigend - die Gaszufuhr legen, Düsen möglichst weit weg vom Geschehen, möglichst ungleichmäßig lange Schläuche verwenden. Ja...läuft...irgendwie. Aber bestimmt nicht sauber in allen Zylindern und nicht mit einer vernünftigen Flammfront.
    • Noch mal: Ich stelle die Beobachtungen und Erfahrungen von RsRichard überhaupt an keiner Stelle in Zweifel. Vielmehr begrüße ich es, dass er sein Wissen ubiquitär zur Verfügung stellt und davor explizit warnt. Aber so wie die Klamotten verbaut werden, wundert es mich einfach auch nicht.

      Falls einer daher kommt und mir 8k für meinen 540i in die Hand drückt, dann rüste ich definitiv den Ford Kuga 2.5 T von meinem verstorbenen Vater um. Gerne! Aber ich habe weder Bock mich mit dem Völkchen herum zu schlagen, die sich bei mobile.de tummeln, noch mein durch repariertes Auto zu verschenken. Also muss der Kuga weichen und der 540i wird umgerüstet...aber eben vernünftig und selber gemacht. Direkt mit dem Wissen von RsRichard im Hinterkopf.
    • Zu den Gasdüsenadaptern: Ich hab mich damals dagegen entschieden, weil man damit notwendigerweise auch die Position der Benzin-ESV verändert. Ob das praktisch relevant ist, kann ich nicht beurteilen, aber saubere ASB-Bohrungen erschienen mir dann doch sinnvoller.
      Ich hab mir im gleichen Zug ne zweite Brücke hingelegt, falks ich mal zurückrüsten wöllte.

      Einen gesteckten Kabelbaum hatte ich an der ICOM im 7er. Ist nichts dagegen zu sagen und meiner Meinung nach weniger fehleranfällig, als zu löten. Außerdem kann man zu Diagnosezwecken auch mal schnell zurückstecken und so den Gas-Kram auch elektrisch ausschließen.
      Viele Grüße
      Simon

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      Ever tried. Ever failed. No matter.
      Try again. Fail again. Fail better.
      -- Samuel Beckett --
    • Ich gebe dir da mit der Position der Benzin-ESD absolut Recht! Wenn man als vorTU die Siemens EV1 verbaut hat bzw. die Lucas ESV, dann ist das definitiv suboptimal. Beim TU habe ich jedoch die Siemens EV4 verbaut, welche deutlich feiner vernebelt und auf die leichte Anhebung der Position nicht negativ reagieren sollte.

      Danke für dein Feedback zum gesteckten Kabelbaum! Das hilft mir sehr weiter.
    • Stuntman Marc schrieb:

      Vielleicht zur Positionierung des Verdampfers (würde ich gerne neben dem Bremskraftverstärker verstecken)
      Ich hab meinen Prins Verdampfer an den Platz gesetzt, wo sich original die Standheizung befindet. Im Motorraum ist beim V8 nicht sonderlich viel Platz für zusätzliche Komponenten.

      Beim Thema löten teile ich nicht ganz deine Meinung. Ich hab alles im Steuergerätekasten verlötet. Tausend Kabel zu den einzelnen EVs zu ziehen und dann Stecker zu nehmen die eventuell nicht ganz Wasserdicht sind (wegen z.B. Nachbau) wäre nicht so meins. Beim Stecker gibt es immer das Thema Kontaktkorrosion und damit eine Erhöhung des Übergangswiderstand. Da ist mir löten lieber. Man muss ja nicht unbedingt ein 10€ Lötkolben und das dazugehörige Lötzinn nehmen ;)

      Meine Empfehlung wäre im übrigen sich eine gebrauchte Prins 1 zu besorgen. Da kommt man wenigstens noch selber rein.
      Eine weitere Empfehlung für den V8: MAP Verdampfer, Turbo-Kennfeld, orange EVs. Damit fahre ich beim VorTU ganz gut.

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Xam2k8 ()

    • ich war auch lange am zweifeln ob Gas oder nicht Gas.
      Ich habs einfach machen lassen, und dank dem Xtrons Radio und Obd2 kann man sich ganz Spontan auch mal die trimms während der Fahrt angucken. Der 40iA ist zudem Kilometer lang übersetzt, da haste erst bei 210kmh deine 4000 Umdrehungen, und das reicht ja dicke für LPG.
      So wirklich Sparsam fahr ich jetzt mit dem Auto natürlich nicht mehr, und ich komm auf 9-10 Euro LPG/100km. Das erspart ~7 Euro und mehr auf 100km
      Andere treten den Motor auch auf LPG und der hält schon 200.000 so. Bekommt allerdings langsam seine Verschleißspuren auf den Kolben.
      Am Ende isses ne Rechenaufgabe. Ersparnis gegenüber Motortausch. Aber die Ersparnis bei 200.000km LPG ist nicht zu verachten.
      Ich hab mir ne Prins VSi 2 einbauen lassen 2018, werde aber wenn die Garantie um ist wahrscheinlich auf KME umbauen. Prins ist nämlich wie I-phone. Funktioniert zwar, aber du kannst nix mit anfangen. Und zum einstellen immer zum umrüster. Und der hat eigentlich auch gar nicht Die Zeit das Ding 1000% perfekt einzustellen. Bei der KME kann man sich noch selbst ein Interface holen und die Werte ein bisschen korrigieren.
    • Kann sein, dass ich mich gerade als Rentner oute, aber ich fahre den 540 Touring Handschalter im Alltag mit 10,5 bis 11 Litern auf 95 Oktan. Fahre viel überland und bin meist entspannt unterwegs. Daher bin ich recht entspannt, was das Kolbenthema angeht.
      Flashlube richtet den Rest.
    • 12,6 war mein Schnitt über ein ganzes Jahr auf Benzin. Ich trag das immer schön akribisch bei Spritmonitor ein. Aber ich fahr das Auto auch im Alltag. Und wohne eher so zentral in der Großstadt. 2x am Tag Kaltstart für die Arbeit 25 km und noch bissl privat gegurke. Eher selten auf der Landstraße. Arbeit ist 2km Stadt 5km Schnellstraße und 17km BAB und wieder retour.
      Aber man merkt es schon ob man jede Woche für 75 oder jede Woche für 30 Euro tanken geht. Da geht dann einfach ein größerer Anteil ins Sparferkel. :)
      Allerdings hab ich auch nen Automaten.
      Bin jetzt mal ne Woche sparsam auf Gas gefahren, sowie früher auf Benzin, und hatte 14,04 l LPG auf 100km. Das macht bei 0.619 ct 8.70Euro das schafft meine bessere Hälfte mit ihrem 90ps 6 Gang Automatik corsa nicht :)
    • Hier in Bärlin fährt man halt viel Kurzstrecke, da sind das im "Winter" gerne mal 18-19 Liter auf Hundert drin, aber meine Stammtanke hier in Hermsdorf nimmt zum Glück nur 50,9 Cent für den Liter :D . Bei meine Fahrten ins Wessiland, schaff ich auch mal über 300km mit meinem Radmuldentank, auch wenn ich mal ne halbe Stunde Vollgas gebe :)