Starre Bremsleitung

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  • CuNi weicht halt vom Standard und damit vom Leitspruch "das machen wir schon immer so!" ab. Leider ist ein nicht kleiner Teil in diesem Tätigkeitsfeld erfahrungsgemäß leider von recht beschränktem Horizont im Hinblick auf neue Technologien/Materialien. Alles was nicht original ist und kein Gutachten hat, wird da oftmals zunächst grundsätzlich abgelehnt, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist. Das spart diesen Leuten ungemein Arbeit, weil sonst müsste man sich ja damit befassen und das würde Arbeit bedeuten.
    Kranplätze müssen verdichtet sein!

    „Alles Komplizierte ist unnötig. Alles Notwendige ist einfach - genau wie mein automatisches Gewehr.“ ―Michail Kalaschnikow
  • Sebastian99 schrieb:

    Wie werden die denn dann bei Porsche fixiert?
    Vermutlich so, dass das KBA nichts zu meckern hatte und dem Auto eine ABE erteilt hat...

    Viele der heutigen Prüfer (oftmals gerade mal nur noch Bachelor) sind keine klassischen Ingenieure mehr, sondern nun noch Verwalter und Bürokraten... die wollen und (noch schlimmer) die sollen nicht mehr selber denken, sondern nur noch Zettel sortieren... hab mal mit "meinem" Prüfer ein bisschen gewaft, der hat sich so satt... was die so alles nicht mehr selbst nach eigenem Ermessen eben als Ing./Sachverständiger entscheiden dürfen, das hat in den letzten Jahren ungemein zugenommen...
    Die BMW-Horde: 525iT (01-12) - 540iT (07-heute) - 540iA (09-heute) - 528iT (10-heute) - 520dT (18-heute)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von COB ()

  • bei Porsche sind die Leitungen nicht in einer starren Kunststoffhuelse befestigt, sondern liegen zusaetzlich in einem Gummi, welches sich in der Huelse bewegen kann. Dadurch kann die Leitung nirgendwo scheuern oder sich aufarbeiten.

    an jedem Fahrzeug, welches nicht von Werk aus mit cunifer Leitungen ausgeliefert wurde, sind diese Leitungen nicht zulaessig. Auch nicht mit ABE.
  • Dann sollte es doch möglich sein zu sagen, dass wenn man die Aufhängungspunkte gegen diese von Porsche tauscht oder äquivalente, der TÜV das absegnen sollte. Aber was solls, es ist ja nicht so das es keine andere Lösung geben würde. Die CuNiFer Lösung wäre halt komfortabler.
    Was mich ja noch mal brennend interessieren würde: Als ob irgend ein Hersteller seine Bremsleitungen auf Schwingungen/Resonanzen oder Wechselfestigkeit prüft?! Kann ich mir kaum vorstellen. Woher dann das Gegenargument..
  • RsRichard schrieb:

    An jedem Fahrzeug, welches nicht von Werk aus mit cunifer Leitungen ausgeliefert wurde, sind diese Leitungen nicht zulaessig. Auch nicht mit ABE.
    Und das begründest du dann womit ? Was ändert sich denn am Material, je nach dem wer es einbaut ? Fakt ist, es ist zulässig, die DIN sticht jede TÜV Richtlinie, denn sie ist GESETZ. Von daher braucht es für genormte Teile auch keine ABE oder hast du schon mal eine ABE für eine Schraube gesehen ? Was man nur finden muss, ist ein Prüfer, der noch bereit und Willens ist, sein eigenes Hirn zu benutzen.

    Schon mal geschaut, wie die Befestigungen bei BMW aussehen ? Scheinbar nicht...
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  • COB schrieb:

    die DIN sticht jede TÜV Richtlinie, denn sie ist GESETZ
    Was ist das denn für ein Unsinn?


    COB schrieb:

    von daher braucht es für genormte Teile auch keine ABE oder hast du schon mal eine ABE für eine Schraube gesehen ?
    ein genormtes Teil kann an dem einen Auto zulässig sein, an dem anderen nicht.
    Leuchtmittel sind auch genormt - dennoch kannst du nicht jedes beliebige Leuchtmittel an jedem Auto verwenden.

    COB schrieb:

    Schon mal geschaut, wie die Befestigungen bei BMW aussehen ? Scheinbar nicht...
    Klar, die Konstruktion ist gänzlich anders. Das Gummielement ist nicht schiebend gelagert.
  • Elzetto schrieb:

    Dann sollte es doch möglich sein zu sagen, dass wenn man die Aufhängungspunkte gegen diese von Porsche tauscht oder äquivalente, der TÜV das absegnen sollte. ...
    Wozu der Aufstand ? 1.) Baut BMW das ausreichend flexibel auf, 2.) sind genormte Teile immer zulässig verwendbar , zum 3. mal jetzt und 3. ) Wenn du TÜV willst, ohne dich mit so einem Erbsenzähler herum schlagen zu müssen, lackiere die Leitungen einfach. Dann sieht er einfach nicht, was es für ein Material ist, dran kratzen darf er nicht und alles gut. Diese Bürokraten wollen doch beschissen werden, oder müssen es sogar, wenn sie einen auf stur und denkfaul machen.

    RsRichard schrieb:

    Leuchtmittel sind auch genormt - dennoch kannst du nicht jedes beliebige Leuchtmittel an jedem Auto verwenden.
    Auch so, dann muss man also eine ABE für eine Osram H7 haben, wenn man damit eine werksseitig verwendete Phillips H7 ersetzen will ? Wer hat dir denn das erzählt ? Langsam wird es aber skuril...
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  • Nein, aber du brauchst eine Genehmigung, wenn du eine H4 anstelle einer H7 verwenden willst. Oder wenn du eine andere Farbe des Leuchtmittels wählst.

    Nochmal: Bauteile können genormt sein, bis zum geht nicht mehr - das führt aber nicht dazu, dass sie automatisch in einem Fahrzeug verbaut werden dürfen, für das eine Typhomologation mit anderen Bauteilen erfolgt ist.

    Und eine Kupferleitung ist etwas anderes, als eine Stahlleitung. Eine Carbonmotorhaube ist ja auch was anderes, als eine aus Blech.
  • COB schrieb:

    keine klassischen Ingenieure mehr, sondern nun noch Verwalter und Bürokraten... die wollen und (noch schlimmer) die sollen nicht mehr selber denken
    Klingt für mich zunehmend nach Glashaus.

    COB schrieb:

    Vermutlich so, dass das KBA nichts zu meckern hatte und dem Auto eine ABE erteilt hat...
    Oh, mal wieder eine typische COB Antwort, wenn Fachwissen gefragt ist. Danke dafür! 8o

    COB schrieb:

    DIN sticht jede TÜV Richtlinie, denn sie ist GESETZ.
    Pauschal nicht richtig. din.de/de/ueber-normen-und-sta…bindlichkeit-durch-normen
    [...]Rechtsverbindlichkeit erlangen Normen, wenn Gesetze oder Rechtsverordnungen wie zum Beispiel EU-Richtlinien auf sie verweisen. Daneben können Vertragspartner die Anwendung von Normen auch in Vereinbarungen verbindlich festlegen.[...]
    Ergo DIN wird erst dann Gesetz, wenn das Gesetz sich auf sie beruft.

    Edit:

    Elzetto schrieb:

    Dann sollte es doch möglich sein zu sagen, dass wenn man die Aufhängungspunkte gegen diese von Porsche tauscht oder äquivalente, der TÜV das absegnen sollte. Aber was solls, es ist ja nicht so das es keine andere Lösung geben würde. Die CuNiFer Lösung wäre halt komfortabler.
    Was mich ja noch mal brennend interessieren würde: Als ob irgend ein Hersteller seine Bremsleitungen auf Schwingungen/Resonanzen oder Wechselfestigkeit prüft?! Kann ich mir kaum vorstellen. Woher dann das Gegenargument..
    Einfacher ist wahrscheinlich einfach CuNi schwarz lackieren und fertig. Die meisten Prüfer dürften besseres mit ihrer Zeit anzufangen wissen, als mitm Magnet zu prüfen ob die Bremsleitung ausreichend Eisen enthält.
    Ich nehme an, dass Hersteller durchaus Versuche in dieser Richtung durchführen im Sinne des Qualitätsmanagement. Die DIN74234 beschreibt übrigens lediglich das Fertigungsverfahren, die Legierung, Maße mit Toleranzen, Berstdrücke, wie sie gebördelt werden dürfen usw. Zumindest in der mir vorliegenden Version von 1992. Vielleicht gabs zwischenzeitliche neue Versionen.
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  • RsRichard schrieb:

    Nein, aber du brauchst eine Genehmigung, wenn du eine H4 anstelle einer H7 verwenden willst.


    Und eine Kupferleitung ist etwas anderes, als eine Stahlleitung. Eine Carbonmotorhaube ist ja auch was anderes, als eine aus Blech.
    Nicht alles was humpelt, ist ein Vergleich.

    Nur wollen wir hier keine Bremsleitung mit einer Spritleitung oder sonst was anderem ersetzen, sondern wieder mit einer Bremsleitung, also gleiches Leuchtmittel, nur anderer Hersteller.

    Aber eine Haube hat auch ganz andere Anforderungen, weshalb die nicht einfach mal so gegen was anderes getauscht werden kann, zB Deformationsverhalten... das ist bei einer Bremsleitung völlig Wumpe. Die hat die gleichen Maße, sie hält den Druck... alles gut.
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