Riss in Ventildeckel, 2x in 4 Wochen

  • Nachdem ich meinen Ventildeckel vor knapp 4 Wochen wegen eines risses unterhalb Zündspule 5 getauscht habe (gegen einen gebrauchten von einem Motor der hier rumstand) musste ich vor ein paar Tagen wieder ölgeruch feststellen.
    Heute hatte ich Zeit, Haube auf, reinleuchten, riss fast an selber Stelle wieder und massig Öl welches auf den Krümmer tropft.
    Zufall, Pech, oder ein anderes Problem?

  • Garantiert nicht mit dem korrekten Drehmoment (8-10nm) angezogen oder eine der Kunststoffhülsen auf dem Zylinderkopf nicht entfernt (Dichtungsrest alte VDD.)

  • Um welchen Motor geht es überhaupt. Ggf sollte man damit mal anfangen...
    Schrauben in mehreren kleinen Schritten jeweils über Kreuz (bzw. in der richtigen Reihenfolge) angezogen?

  • M54. Der riss ist ca 1cm entfernt von der Schraube bei Zylinder 5.
    Alles gründlichst gesäubert vor Einbau. Schrauben mit 10nm von innen über Kreuz angezogen.

  • Da ich nachher (schon wieder) die VDD wechseln werde, muss ich mich nochmal einklinken.


    Ich habe mir einen weiteren gebrauchten Deckel als Ersatz besorgt und ihn penibelst gereinigt.
    Ich werde einen Elring Dichtsatz einsetzen und diesen Deckel dann anbringen, denn mein vor 3,5 Monaten gekaufter Austauschdeckel gibt wieder Öl von sich und wie es aussieht, tritt es an der Schraube mit dem Massekabel bei Zylinder 1 aus.
    Diese Schraube hatte ich nicht bis zum Anschlag angezogen, weil es schon wieder leicht zu knacken anfing, obwohl ich alle Dichtungsreste komplett entfernte, nachdem ich hier darauf hingewiesen wurde:
    Ventildeckel M52TU und M54 gleich?


    Ich bin jetzt sehr am Grübeln, wie die beiden äußeren Stehbolzen denn nun aussehen müssen, bevor die neue Dichtung aufgesetzt wird.
    Bei mir sind sie von allem Plastik (Gummi) befreit. Man sieht den Stehbolzen mit einer Mutter, unter der eine Unterlegscheibe ist.


    Hier lese ich in Beitrag 33 was von "Distanzscheiben" bei den 4 inneren Schraubenlöchern:
    Ventildeckeldichtung Tauschen E39 525i FL!!!



    Hier heißt es in Beitrag 2, dass Metallringe in die Kerzenschachtdichtungen eingegossen sind.
    Falschluft nach Tausch Ventildeckeldichtung?



    Und ich glaube... JETZT habe ich es vielleicht endlich begriffen, wo mein Fehler liegt...


    Dieser Metallring um den Stehbolzen herum, den ich als "Unterlegscheibe der Mutter" betrachtete ist überhaupt keine Unterlegscheibe für die Mutter, sondern der Metallring meiner allerersten Dichtung und muss auch komplett entfernt werden, bevor die neue Dichtung montiert wird, weil in dieser schon so ein Ring integriert ist?


    Sehe ich das richtig, oder liege ich jetzt komplett daneben und diese Metallscheibe gehört doch dort hin?


    Werde noch irre...

  • Da hängt ja noch die halbe Dichtung dran.

    Ja, schon klar...


    Vielleicht habe ich es in meinem Beitrag nicht deutlich genug geschrieben (das Bild dient nur als Beispiel):
    Alles was von der alten Dichtung aus Plastik (bzw. ausgehärtetes Gummi) hing, habe ich vollständig entfernt.


    Die entscheidende Frage ist jetzt:
    Muss dieser Metallring dort auch weg, weil er ein Bestandteil der Dichtung ist, oder gehört er dort um die Mutter hin?


    Edit:
    Meine Vermutung scheint sich zu bestätigen - der Metallring ist nicht die Unterlegscheibe der Mutter, es sieht nur so aus...
    Die Mutter muss komplett frei sein und erst dann sieht man auch die eigentlichenen, kleinen Unterlegscheiben unter den Muttern der Bolzen...


    Wie z.B. auf diesem Bild:


    Das muss ja knacken bzw. undicht sein, wenn man nicht richtig anzieht, weil es schon zu knacken anfängt, denn der Deckel steht mit den Metallringen in der Mitte zu hoch und verzieht sich.


    Somit wäre der Kommentar von HeavyweightThinker unter dem Video auch falsch, denn die Metallringen müssen weg.
    Richtig?

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    Das kann einen alles ganz schön verunsichern...

  • Natürlich müssen die Ringe weg. Die sind Bestandteil der alten Dichtung.

    Garantiert nicht mit dem korrekten Drehmoment (8-10nm) angezogen oder eine der Kunststoffhülsen auf dem Zylinderkopf nicht entfernt (Dichtungsrest alte VDD.)

    Hab ich ja auch gleich im ersten Beitrag gesagt.

  • ach warum denn hören???




    Die Anleitung im Video hat doch recht.

    Ich unterstütze niemanden der zu Faul ist die Suchfunktion zu nutzen :finger:


    Carly taugt immer noch nichts am E39

  • Also ganz ehrlich - ich bin ja wirklich dankbar für die Gewissheit, die ich dank engagierter Nutzer des Forums nun habe.


    Aber wenn ich z.B. nach der Anleitung hier gehe: http://werkstatt.e39-forum.de/…tildeckeldichtung_M54.pdf
    dann steht da nur "Dichtungen entfernen und Dichtflächen mit weichem Lappen reinigen".
    Wenn man das zum ersten Mal macht, denkt man gar nicht so weit, dass ein Metallring Bestandteil der Dichtung war... Ich wusste das bis gestern nicht und man sieht es auch nicht auf den ersten Blick.
    Erst wenn man mal versucht, die entsprechenden Stellen der neuen Gummidichtung zu knicken, dann merkt man, dass da Metall drin ist.
    Und wenn man so einen extrem festgebackenen Metallring am Bolzen hat und nur das Plastik drum herum entfernt, meint man, alles richtig gemacht zu haben und freut sich dann über ein "knack"...
    Mein Austauschdeckel war natürlich gerissen, wie ich nach dem Ausbau sehen konnte...
    Nun ist ein "neuer" drauf und nach Entfernen dieser Scheiben hat auch nichts mehr geknackt.


    Hätte ich das von Anfang an gewusst, hätte ich jetzt wahrscheinlich nicht den dritten Deckel.


    Bitte nicht falsch verstehen - hätte in der Anleitung etwas detaillierter gestanden, dass man besonders darauf achten muss, die festgebackenen Dichtungsreste inkl. der Metallscheiben komplett zu entfernen, wäre der Ventildeckelmarkt vermutlich etwas entspannter.


    Vielleicht war ich einfach zu blöd, die Antworten richtig zu verstehen, aber ich hatte ja z.B. hier explizit danach gefragt:
    Ventildeckel M52TU und M54 gleich?


    Ich schrieb ja sogar, dass es für mich so aussieht, als hätte sich die Dichtung unverständlicherweise unter die Metallscheibe gezogen.
    Hätte ich da die konkrete Antwort bekommen, dass die Metallscheibe weg muss, weil sie Bestandteil der Dichtung ist, dann hätte ich die natürlich entfernt und mir einen weiteren Deckel gespart...


    Aber dann gibt es ja solche Geschichten wie diesen YouTube-Kommentar von dem einen, der sagt, man solle die Unterlegscheiben nicht einfach wegschmeißen oder teilweise auch Forenbeiträge und dadurch ist man dann entweder verwirrt (wie ich gestern) oder geht davon aus, dass da wirklich Scheiben sein müssen, weil man eben nicht weiß, dass es sich dabei um Bestandteile der alten Dichtung handelt und in der neuen die Scheiben eingegossen sind (wie ich vor drei Monaten).


    Also vielleicht kann man die Anleitung zum VDD-Wechsel noch einmal um diesen extrem wichtigen Hinweis ergänzen, damit auch dumme Leute wie ich kapieren, worauf sie besonders achten müssen.
    Wenn man das weiß, dann ist der VDD-Wechsel absolut unproblematisch.

  • Sorry, aber es ist einfache Logik. Der Zylinderkopf ist plan, die Zylinderkopfhaube ist auch plan, und dazwischen kommt eine Dichtung - die auch plan sein muss. Im Grunde eigentlich selbsterklärend.

  • Ja, logisch ist es schon, wenn man sich eingehend damit beschäftigt hat und die Fallstricke kennt.
    Scheinbar können viele aber nicht logisch genug denken, so oft wie genau das passiert, was man immer wieder liest.
    Ich gehöre dazu.

  • Nicht böse sein, aber man sieht auf dem Bild im Beitrag 9 doch, das die Scheibe grösser als die Mutter ist und somit da nicht hingehört.

  • Die wenigsten Wiki Anleitungen werden von Redakteuren oder ähnlichen beruflichen Textern geschrieben, sollte man auch bedenken. Entsprechend kommt es vor, dass sie manche Sachverhalte vielleicht nicht in de notwendigen Detailiertheit behandeln, aber besser als nichts sind sie in aller Regel trotzdem. Im vorliegenden Fall, ja hmm, weiß nicht. Kann ich beide Ansichten nachvollziehen. Ein bisschen Grundverständnis für Schrauben sollte man schon voraussetzen. Und jenen die das nicht habe, würde ich eigentlich auch nicht unbedingt empfehlen das alleine mal eben zu machen.

    Kranplätze müssen verdichtet sein!


    „Alles Komplizierte ist unnötig. Alles Notwendige ist einfach - genau wie mein automatisches Gewehr.“ ―Michail Kalaschnikow

  • Heute hat es meinen M54B25 auch erwischt. Der berühmte Riss unterhalb der 5. Zündspule. (Denke mal, es hat auch nichts mit dem Anzugsmoment zu tun, (hatte damals auch den Deckel mit 8 - 10 Nm angezogen)).

    Es ist einfach ein Konstruktionspfusch. Eine ZKH aus Kunststoff statt Metall.


    Aus Erfahrungen vor 3,5 Jahren aus meinem M54B30 (Ölgeruch im Stand bei leichter Steigung) habe ich heute in dunkeln mit Stablampe bei -4 Grad draußen nicht lange gefackelt und schön hitzebeständige Dichtmasse an dieser Stelle draufgeschmiert. Vorher schön mit Bremsenreiniger die Stelle "desinfiziert". Beim 530 hält das ja schon seit 3,5 Jahren. Dichter als Original. :D


    Dummerweise hat mein 530 gerade ein anderes Problem. Am Freitag war der Motorraum zwischen ABS Steuergerät und Klimakompressor komplett verölt (Auch hier Geruch von verbranntem Motoröl.

    Durch die Kälte hat sich Material wohl so verformt, dass es irgendwo rausgespritzt.

    Vermutung:

    Entweder Magnetventil VANOS Auslassseite oder Nockenwellensensor 'Auslassseite.vllt. sogar nur der O-Ring

    siehe anderen Thread / Beitrag


    Scheinbar tut die aktuelle Kälte den 20J bzw. 17J alten Motoren nicht gut ;)