530d schüttelt sich kalt, richtig warm läuft er besser- aber nicht einwandfrei

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  • 530d schüttelt sich kalt, richtig warm läuft er besser- aber nicht einwandfrei

    Hallo liebe E39 Freunde,

    ich melde mich mit meiner Leidensgeschichte bei Euch, nach dem ich nicht mehr weiter weiß:

    Ich habe seit ein paar Monaten einen 530d FL Schalter. Wenn er kalt ist, schüttelt er sich. Man spürt es am Fahrersitz, man sieht es am Motor selbst und man spürt es im Schaltknauf.
    Wenn man fährt wird das Schütteln zu einem Ruckeln im Vortrieb. Am deutlichsten bei ca 1000U/min zu spüren.

    Was habe ich gemacht:
    Als der Wagen zu mir kam, hat er sehr schlecht gestartet. Daraufhin Rücklauftest gemacht.
    Ein Injektor hatte selbst schon bei Vorförderdruck eine hohe Rücklaufmenge. Injektor gegen Bosch Tausch Injektor 0 986 435 022 -952 gewechselt.
    Besser gestartet, aber immer noch unrunder Lauf.

    ZMS und Kupplung neu.

    Injektorkabelbaum neu. Minimale Verbesserung. Aber immer noch Ruckeln bei kalt.

    Unterdrucksystem neu verschlaucht. Unterdruckpumpe neu abgedichtet.

    Beide Motorlager (defekt) erneuert.
    Inline Pumpe neu.

    Glühkerzen neu

    Ansaugbrücke runter, stark verkokt. Komplett gereinigt im Kohlenstofflöser.

    Kompression 23 24 23 25 25 22 bar

    AGR gereinigt, Rate um 86mg/Hub angehoben.

    Alle Injektoren in Kohlenstoflöser gereinigt. Kein Erfolg, daher
    fünf weitere Injektoren gegen Bosch Tausch Injektoren gewechselt.
    Adaptionswerte gelöscht.

    Motorsteuergerät überprüfen lassen (ohne Befund)
    Raildrucksensor neu
    HD Pumpe gegen überholte getauscht.

    Tempfühler Zylinderkopf neu
    Thermostat neu

    Kopf runter, Ventile auf Dichtheit geprüft, Kolben haben keine Abschmelzungen oder Risse.
    Verkokungen aus Zylinderkopfkanälen und von Einlass-/Auslassventilen entfernt.

    Dichtung Turbo Saugseite auf neue Ausführung getauscht.

    Kurbelwellensensor neu.

    Motorsteuergerät gegen ein gebrauchtes getauscht, Adaptionswerte resetet, im Leerlauf laufen lassen. Schütteln eher schlimmer, da ich nicht gefahren bin (Anlernen konnte nicht erfolgen)

    Aber alles hat noch nicht zum Erfolg geführt. Wenn ich ihn kalt start läuft er recht okay, wenn er die ersten paar Sekunden in erhöhte Drehzahl läuft. Wenn er die Drehzahl dann senkt, fängt das geruckelt an. Das ZMS macht inzwischen wieder schöne Geräusche. Die selektive Mengenkorrektur schwankt auf allen Zylindern im Bereich um + und - 1 munter umher. Ebenso die Drehungleichförmigkeit ca. von 740 bis 760 auf allen Zylindern.
    Wenn ich ihn richtig warm fahre (c. 25km) läuft er auf dem Fahrersitz gefühlt ruhig. Auch der Sound des Motor wird "runder". Allerdings hört man bei offenem Fenster immer noch das ZMS Klackern. Also läuft er immer noch nicht perfekt. Das merke ich auch am Klang währen der Fahrt. Klinkt wie eine klopfendes Geräusch. Leistung ist soweit da, v max ca 223 kmh GPS.
    Keine Fehler im Fehlerspeicher.

    Ich hab jetzt echt kein Plan mehr und ich bin total verzweifelt.
    Ich bin um jeden Tipp dankbar!

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von perfekterfünfer ()

  • Wenn der Motor sich schütteln bekommt er zu wenig Diesel.
    Wie sieht denn die Rücklaufmenge nach dem Austausch bei den Injektoren aus nach 3 Minuten, bei allen?
    Dichtung vom HD Ventil kommt auch noch in Frage.
    Du musst mal den Fehlerspeicher auslesen, da steht bestimmt was Raildruck beim Motorstart drin so wie sich das anhört.
  • Den KWS hab ich, sensibilisiert durch Berichte von anderen, bei BMW geholt.

    Der Fehlerspeicher ist nach wie vor leer.

    Den NWS hab ich noch nicht getauscht. Ich denke, dass er eher warm Ausfälle hat. Was aber genau umgekehrt zu meinen Symptomen ist. Hat jemand andere Erfahrungen?
    Die Dieselbiebel kenne ich, danke für den Link. Ich finde leider mein Motor-Verhalten dort nicht wieder.

    Die Dichtung im DRV hatte ich an der originalen Pumpe bereis ersetzt, ohne Veränderung.
    An der überholten Pumpe habe ich noch nichts ersetzt. Diese hat aber auch keine Veränderung gebracht.

    Das mit zu wenig Kraftstoff hört sich sehr plausibel an, allerdings habe ich 3.85bar am Dieselfilter, keine Bläschen in der transparenten Leitung und er hat bei Volllast keine Aussetzer. Außerdem müsste es ja warm schlimmer werden. Kann es trotzdem zu wenig sein?
  • Die Injektoren sind von einem großen Ersatzteilehändler abgeholt und in versiegelten Bosch Kartons gewesen.
    Aufbereitet bei Bosch in Tschechien.
    Ich hoffe ich kann denen trauen. Was mich stutzig macht sind die Schatten der Injektorstrahlen am Brennraumdach (Zylinderkopf)
    Sie lassen nur bei 2 Zylindern 5 gleichmäßige Strahlen erkennen.
    Rücklaufmessung hat ca. 30ml in 3 Min ergeben.
    Dateien
    • 4IMG_2667.JPG

      (1,28 MB, 25 mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Bosch liefert an sich immer die Prüfstandprotokolle mit dem Injektor mit, ein Zeichen ob du denen vertrauen kannst ist ganz einfach die Protokolle genau zu vergleichen ob da unterschiede drin sind.

    Es gibt da so einen Vogel, der Injektoren verhökert, die alle exakt das gleiche Protokoll haben, werden auch unter Bosch verkauft.
    Ich unterstütze niemanden der zu Faul ist die Suchfunktion zu nutzen :finger:

    Carly taugt immer noch nichts am E39
  • Hm, keine Protokolle dabei gewesen....
    Jetzt wirds interessant.
    Ich überlege die Injektoren auszubauen und zum Boschservice auf den Prüfstand zu geben.
    Würd mich interessieren was ihr zu den „Schatten“ um die Injektorlöcher sagt.
    Ist den die Rücklaufmenge die ganze Wahrheit über einen Injektor?
  • Ich kann dazu nur meine Erfahrungen mit Überholten Injektoren mitteilen und die sind, Überholte Injektoren laufen zu 90% sehr bescheiden.
    Auch Bosch Diesel Center prüfen die Injektoren nur mit 170bar,obwohl Sie die Möglichkeit haben Leerlauf, Teil/Vollast zu prüfen.
    Die Rücklaufmengen sind zur Prüfung der Injektoren schon mal ein sehr gutes Mittel. Dann kann kannst du zusätzlich noch mit Inpa die Drehgleichförmigkeit testen.
    Mechanische Geräusche der Injektoren kannst du leider nur hören.
  • Folgende Neuigkeiten:
    Ich habe alle Injektoren beim Bosch Service prüfen lassen. Alle sind einwandfrei.
    Einziger Befund: Ein Injektor hatte eine 1,5mm Wärmeschutzscheibe, alle anderen 2mm.
    Werde alle Injektoren mit 2mm verbauen.
    Klar hat die höhe der Düsenlöcher im Zylinder einen Einfluss, passt aber noch nicht so Recht zu meinen Symptomen.

    Ich möchte noch die Idee mit der Kraftstoffversorgung aufgreifen:

    Beim Rücklauftest sind mir viele kleine Bläschen in den Schläuchen zu den Messzylindern aufgefallen. In der transparenten Leitung zur HD Pumpe sehe ich aber keine Bläschen.
  • Da ich mir, auf der Suche nach dem Grund für die kleinen Bläschen, gerade die Dieselversorgung vornehme, eine Frage:
    Bei welchem Druck soll das Druckbegrenzungsventil (Pierburg) zwischen der durchsichtigen Leitung und dem Rücklauf öffnen?
    Ich habe meines mit einem Öffnungsdruck von 3bar gemessen und es hat einen langsamen Druckverlust, so dass nach ca. 20 Sekunden noch 2bar anliegen und es fällt weiter.
    Kann jemand Vergleichswerte geben?
    Gemessen habe ich mit einem Reifenfüllmanometer.
  • Update:
    Auf der Suche nach einem Grund, warum Bläschen in den Rücklaufleitungen waren, habe ich den O-Ring am Sensor für den Vorförderdruck getauscht (schon stark beschädigt) und beide Schellen am Dieselfilter gewechselt (sind schon durchgerutscht).
    Leider ohne Verbesserung des Schüttelns.

    Was mir aufgefallen ist:
    Wenn ich die Zündung an mache und die Vorförderpume läuft, höre ich ein Gluckern aus Richtung Tank. Etwa alle 3-5 Sekunden Gluck-gluck-gluck, Pause, Gluck-gluck-gluck, usw.. Da ist doch irgendwo Luft drin....
    Wo soll ich am Besten anfangen zu suchen?
    Hatte schonmal jemand so ein Gluckern?
    Tank ist etwa halb voll
  • Zum Tank: Hälften sind gleichmäßig gefüllt. (17 und 20 l , gesamt 37l)
    Um sicher zu gehen, dass der Tank keinen Einfluss hat, habe ich noch die Dieselversorgung extern realisiert:
    Gefäß mit 2 lieter Diesel, alte Inline Pumpe mit Schlauch an Filtereingang, den Rücklauf (welcher nicht durch den Kraftstoffkühler geht) zurück in das Gefäß geleitet. Den Rücklauf welcher durch Kraftstoffkühler geht, habe ich abgeklemmt. Den Dieselvorlauf aus der Fahrzeugeigenen Inlinepumpe habe ich mit einem Schlauch direkt zurück in den Fahrzeugseitigen Rücklauf fließen lassen.
    Im Kreislauf für den Motor waren also nur noch:
    Alte inline Pumpe, Filter, HD Pumpe, Rail, Injektoren, Rücklauf aus Injektoren und aus Pumpe, Thermostatventil und Druckbegrenzer.

    Was mir aufgefallen ist: Wenn der Motor läuft, dann wird der Diesel in meinem Gefäß milchig. Wenn ich den Motor abstelle und die Inline Pumpe weiterlaufen lasse, klärt sich der Diesel nach ca. 10 Sekunden wieder.

    Ergebnis: keine Veränderung mit diese Art der Kraftstoffversorgung beim Schütteln des Motors.

    Ich möchte nochmal auf das ZMS eingehen:
    Es klappert inzwischen sehr laut. War erst vor ca 2000km reingekommen.
    Zuerst war es noch ruhig.
    Ich frage mich: Ist es die Ursache oder die Folge des Schüttelns?
    Hatte jemand mal ein ZMS das den Leerlauf total unruhig gemacht hat, so dass sich der Motor sichtlich schüttelt?

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  • Update:
    Stecker von KWS, NWS und Druckregelventil erneuert. Motor schüttelt im kalten Zustand immer noch.
    Den Raildrucksensor Reperaturleitungssatz hatte ich ja bereits getauscht.
    Was mir aufgefallen ist:
    Wenn ich den Stecker vom Raildrucksensor abziehe, läuft er schlagartig ganz sauber, ohne Schütteln aber mit anderem Motorgeräusch. Stecke ich wieder an, stockt der Motor kurz und läuft dann mit leichtem Schütteln wie vorher weiter.
    Der Sensor wurde aber bereits getauscht. Einmal von mir und ich vermute einmal vom Vorbesitzer. Also würd ich den Sensor jetzt ausschließen...
    Was kann noch sein, wenn er bei abgezogenem Stecker ruhig läuft?
  • Hi,

    wenn du den Stecker vom Raildrucksensor ziehst, dann wird er in eine Art Notlauf gehen und mit einem fest eingestellten Raildruck arbeiten, als Ersatzwert, damit der Motor am Leben bleibt. wenn du Ihn so ausmachst und wieder starten willst, dann sollte er nicht mehr angehen (Vermutung).

    Ich kann dir zwar nicht sagen, wie sich der Raildruck im Stand verhält, ob der schwankt, oder relativ stabil bei einem Wert steht, aber da würde ich mal ansetzen. Wenn der hin und her schwankt, dann ändern sich auch ständig deine Einspritzzeiten, was vielleicht wiederrum zu deinem "schütteln" führt. Also mal mit INPA den Raildruck beobachten.

    wenn du einen LMM abziehst, was macht er dann? Dann sollte es für die Luftmasse einen festen wert geben...


    Gruß BB