Additivierung beim M62TU zur Vermeidung von Schäden sinnvoll?

  • Hallo zusammen, das der M62tu bzgl. Ventiltaschen nicht so recht gasfest ist, ist soweit bekannt. Auch zu Flashlube gibt's schon einiges im Forum und Konsens ist, dass dieses als unnötig angesehen wird.
    Was aber mE noch nicht so recht angesprochen wurde ist:Gibt es vlt. doch eine Möglichkeit der Additivierung um die Brennraumtemperatur global etwas zu senken,partiell wird dies ja nicht möglich sein? Oder anders gefragt, wenn eine Gasanlage in so einem Motor verbaut ist kann zumindest das Problem etwas entschärft werden? Und wenn ja, mit was? Die schädigenden Mechanismen wurden ja von Richard schon mehrfach erwähnt, aber gibt es ausser dem Olverbrauch/Laufunruhe eine Indizierung wie lang (Kilometer) der Motor "lauffähig" bleibt? Ich weiß dies ist von vielen Sachen abhängig aber vielleicht gibt es auch da Erfahrungen.

  • Mein Motor hat fette Riefen auf Zylinder 8, LPG ist seit 2007 drauf. D.h. seit guten 300.000km.


    Kein Kolben sieht angeschmolzen aus beim Endoskop, allerdings hatte sich ein Vorkat (-mitsamt Hauptkat) verabschiedet und damit wohl die Kratzer zu verantworten.


    Da würde ich also auch mal ein Auge drauf werfen.

  • Jo lebt noch und schleppt sich in 19s 100-200. Also ne 2 steht noch vorne bei der Leistung in PS.

    Das reicht allemal und ein Rennwagen ist er eh nicht



    Bei 300000 auf LPG hat er auch sein Geld verdient, denke mal so 6 bis 7 Euro auf 100 Kilometer

  • Wird ein wenig Offtopic aber nun:


    13L/100km Durchschnittsverbrauch * 1.35€ = 17.55€


    15L/100 * 0.55€ = 8,25€


    Dann immer noch bestimmt n halber Liter Sprit fürn Kaltstart


    On Topic: Augen auf die Vorkats und vllt auf Gas nicht ausdrehen bis 6200.

  • Ja, die pos. Kistenbilanz ist durchaus signifikant wenn auch die Steuer zukünftig steigt. Die Frage ist, ob wirklich ein "richtiger und finaler" Schaden entstehen kann. Letzten Endes stirbt ja ein "normal belasteter" M62tu Rumpfmotor niemals vor dem Rest des Wagens (Kette etc. mal ausgenommen).

  • Kenne ein Forumsmitglied das auch über160000 KM mit ner Prins
    im M62 TU gefahren ist.

  • Kenne ein Forumsmitglied das auch über160000 KM mit ner Prins
    im M62 TU gefahren ist.

    Und was macht der Wagen jetzt bzw. was kann der Kollege generell so sagen? Oder ist der Wagen schon aus Angst vorm nächsten TÜV schon in Afrika?

  • Er hat ihn abgegeben, weil er aufgestiegen ist.
    Das Bessere ist der Feind des Guten
    Der 540 fährt aber noch meines Wissens, TÜV sollte mitte 2022 sein

  • Naja, vlt kann Richard noch einmal was zu sagen. Aufgrund der langsamerern Verbrennung mit Gas glaube ich das aufschmelzen durchaus. Es wäre halt einmal interessant zu wissen wie lang die extrem harte Laufbahnbeschichtung hält...

  • Mein Motor hat fette Riefen auf Zylinder 8, LPG ist seit 2007 drauf. D.h. seit guten 300.000km.

    Der hat ja schon mal so lange gehalten, das hängt sicherlich auch von der Fahrweise ab

  • Der hat ja schon mal so lange gehalten, das hängt sicherlich auch von der Fahrweise ab

    Naja, eher weniger von der Fahrweise solang nicht ständig am Limit (Vollgas, kein warmfahren etc) gefahren wird sondern m. E. dominiert hier eher die Wartung. Ölwechsel mit gutem Öl

  • sondern m. E. dominiert hier eher die Wartung. Ölwechsel mit gutem Öl

    Das ist doch selbstredend

    nicht ständig am Limit (Vollgas, kein warmfahren etc) gefahren wird

    das meinte ich mit Fahrweise, das sind die LPG-Motoren "empfindlicher"

  • Mein Motor hat fette Riefen auf Zylinder 8, LPG ist seit 2007 drauf. D.h. seit guten 300.000km.


    Kein Kolben sieht angeschmolzen aus beim Endoskop, allerdings hatte sich ein Vorkat (-mitsamt Hauptkat) verabschiedet und damit wohl die Kratzer zu verantworten.


    Da würde ich also auch mal ein Auge drauf werfen.

    Also vom Kat kann unmöglich etwas in den Brennraum gelangen - dazu müssten man das Auto auf den Kopf stellen UND den Motor Rückwärts laufen lassen.


    Die Abschmelzungen passieren komischerweise immer als erstes auf Zylinder 8 (denke mal durch die zusätzliche Luft über die Saugstrahlpumpe) und lassen sich per Endoskop schlecht bis garnicht erkennen, da sie sich seitlich am Kolben befinden.


    Zum Thema selbst: da kannste nicht wirklich was machen.

  • Also vom Kat kann unmöglich etwas in den Brennraum gelangen - dazu müssten man das Auto auf den Kopf stellen UND den Motor Rückwärts laufen lassen.
    Die Abschmelzungen passieren komischerweise immer als erstes auf Zylinder 8 (denke mal durch die zusätzliche Luft über die Saugstrahlpumpe) und lassen sich per Endoskop schlecht bis garnicht erkennen, da sie sich seitlich am Kolben befinden.


    Zum Thema selbst: da kannste nicht wirklich was machen.

    Also sollte man Zylinder 8 ab 100tkm Gasbetrieb mal hinsichtlich Schleifspuren im Auge behalten. Was meinst nach deinem Kenntnisstand, wie lang hält der Motor stand? Wenn es "nur" ein Zylinder ist, mutmasse ich nahezu ewig mit inkaufnahme von höherem Olverbrauch. Leider ist es halt so, dass Leute die aus reiner Überzeugung solch alte Fahrzeuge im Alltag fahren mehr oder weniger um einen LPG-Umbau nicht herumkommen. Gerade am schweren Siebener ist mindestens ein V8 nötig um einen gewissen Antriebskomfort zu genießen. Der Drehmomentschwache Sechszylinder ist selbst im Stadtverkehr, unabhängig vom Klang, meines Erachtens eines BMW 7er unwürdig - 280 Newtonmeter treffen halt eben auf 2 Tonnen Leergewicht. Eine Option wäre noch, außer vorbeugenden Maßnahmen, sich ein Motorblock samt Kolben auf Lager zu legen . Problem ist dabei, dass mit dieser dann mutmaßlich wieder jahrelang im Weg liegt....

  • Eine Option wäre noch, außer vorbeugenden Maßnahmen, sich ein Motorblock samt Kolben auf Lager zu legen

    Das ist immer so eine Sache,
    habe seit 2006 einen halben Ascona Cabrio im Keller stehen
    Seitenteile, rostfreie rahmenlose Cabriotueren, Cabrio-Gestänge, Kofferraumdeckel etc. etc.


    Gebraucht wurde ausser ein paar Sicherungen und einer Lima noch nix

  • Eben!!! Genau das schrieb ich ja mit "im Weg liegen". Andererseits ist ein M62tu nicht wirklich überholbar und bleibt somit mutmaßlich sein Geld wert, auch in Zukunft. Natürlich kann man den Motor bei Bedarf in der Zukunft neu aufbauen und Schleifen aber dann hat man auch genau mindestens ein Problem: Finde eine Werkstatt / Motorenbauer der das wirklich kann! Ich beschäftige mich schon länger mit Vorkriegstechnik und beispielsweise gegossenen Pleuellagern. Diese Kunst kann jetzt schon in Deutschland nahezu keiner mehr und das wird auch in Zukunft sicherlich nicht besser werden.