Drehzahl sinkt langsam

  • Drehzahl sinkt langsam

    Wenn ich bei meinem Dicken z.B. einen kurzen Gasstoss gebe, sinkt die Drehzahl ziemlich langsam. Auch wenn ich beim beschleunigen vom Gas gehe und gleichzeitig die Kupplung drücke, steigt die Drehzahl noch um 1-200 Umdrehungen bevor die Drehzahl sinkt was ziemlich nervig ist und sich auch noch richtig blöd anhört :rolleyes: .
    Die Lambdasonden habe ich getauscht was eine spürbare Verbesserung brachte, aber das Problem nicht ganz bzw dauerhaft gelöst hat .
    Nachdem ich die Adaptionen gelöscht habe , war es für 2 Tage (oder 30km) gut bis es dann wieder angefangen hat.
    Auch die Motorbremse ist dann gefühlt geringer geworden.

    Leider habe ich keine Ahnung wo ich gerade suchen soll!?
    Kann sowas von einem defekten Leerlaufsteller oder LMM kommen?
    Weil das sind zwei der wenigen Teile, die die letzten Monate noch nicht neu gekommen sind.

    Gruß Chris

    Ach ja, wenn ich den LLS per Diagnose ansteuere, passiert gar nichts.
    Allerdings hatte ich den schon ausgebaut und auf Leichtgängigkeit geprüft was absolut in Ordnung war.
  • Hey!
    Falschluft kann ich fast ausschließen da Faltenbalg, Ansaugkrümmerdichtung, Stopfen, KGE, Profiling der Drosselklappe, Einspritzventile und die Gummidichtungen am Leerlaufsteller neu sind. Lediglich der Schlauch zum BKV ist noch alt, wirkt aber weder porös noch hart - mehr als eine Sichtprüfung ist ja aber nicht möglich.
    Wenn ich mich nicht täusche, sollte doch, wenn der Schlauch undicht ist auch das Bremsverhalten darunter leiden, oder?
    Da ist bei meinem Dicken alles im grünen Bereich.
    Laut Diagnose braucht mein Dicker etwa 12 l/min (wenn ich die Einheit gerade richtig im Kopf habe :kratz: ).

    Kann ich den LMM irgendwie prüfen?
    Hab schon nach nem neuen LMM geschaut... da sollte doch "nur" OEM oder VDO rein!?
    Leider sind die mit dem runden Stecker ziemlich teuer um den einfach auf Verdacht zu tauschen :( .

    Gruß Chris
  • Hmmm... ok, aber wo könnte ich denn noch nach Falschluft suchen?
    Der Schlauch zum BKV kostet nicht die Welt.... .

    Hat schon mal jemand den Leerlaufregler ausgebaut bzw geprüft?
    Als ich meine Ansaugbrücke unten hatte, hab ich mir mal meinen angeschaut und mit einem Schraubendreher getestet ob sich die Klappe bewegen lässt. Bei mir war sie so leichtgängig dass ich die Klappe durch schütteln von Anschlag bis Anschlag bewegt.
    Ich dachte mir dass das vielleicht normal ist weil kein Strom drauf ist.... aber wenn ich drüber nachdenke, macht das irgendwie keinen Sinn :kratz:
    .
  • ne das soll so leichtgängig sein. Das der LLR dennoch defekt ist kann aber sein. Da ist ja auch Elektronik drinnen :)
    Passiert dir das auch mit abgestecktem LMM?
    Welchen Motor hast du noch gleich?
    Du könntest von mir nen gebrauchten funktionierenden LLR zum testen bekommen gegen Versand wenn du das ausschließen möchtest.
  • Ich wäre auch erstmal bei Falschluft als Ursache für dieses langsam-abtouren-Symptom. Was sagen denn die Gemischadaptionen?
    Weitere Falschluft Quellen, die du oben nicht aufgezählt hast, sind z.B. die Ventildeckeldichtung bzw. ein gerissener Ventildeckel, die Schläuche zur Sekundärluftpumpe (falls vorhanden) oder auch die Abgaskrümmerdichtung. Hier gibt's auch ne sehr gute Anleitung zur Falschluftsuche von @bmwsmiley', die ich nur gerade am Handy nicht finde.
    Viele Grüße
    Simon

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    Ever tried. Ever failed. No matter.
    Try again. Fail again. Fail better.
    -- Samuel Beckett --
  • Hab einen 96er M52B28.

    Wird der LLS magnetisch geregelt?
    Dann würde der "extreme" Leichtlauf wieder Sinn machen.

    Das mit dem abgesteckten LMM werde ich mal testen :thumbup: .

    Hat schon mal jemand den LLS per i*** angesteuert und kann sagen wie sich der Leerlauf dann verändert?
    Wenn ich das bei mir mache, passiert gar nichts.

    Danke für dein Angebot, @Elzetto, werde ich mal im Hinterkopf behalten :thumbup: .

    Die VDD habe ich ganz vergessen! Die kam im Zuge der Vanosrevision auch neu.
    Ein Riss ist mir bisher nicht aufgefallen, kann ich aber auch auf keinen Fall 100%ig ausschließen.

    Den Abgaskrümmer habe ich schon mal vor Jahren abgedichtet - also neue Dichtungen + Hochtemperaturdichtmittel - weil der damals etwas geblasen hat.
    Aktuell sind keine Rußspuren am Krümmer zu sehen.

    Anbei noch zwei Bilder.....




    Danke für eure Unterstützung :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Gruß Chris
  • Der zieht keine Falschluft, der läuft viel zu fett. Mögliche Ursachen:
    - Luftzufuhr irgendwo verstopft
    - Kat dicht
    - Benzindruckregler
    - LMM
    Viele Grüße
    Simon

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  • lecko mio. Der läuft wirklich zu fett. Jetzt nicht brutal zu fett aber schon signifikant.
    Wie simpadic schon schrieb die Sachen oben prüfen.
    LMM und Lambdasonden ggf erneuern.

    Was ich übrigens auch schon gesehen habe und garnicht mal so banal ist, ist das der Zuluftschlauch zum LLR der vom dicken Schlauch abgeht verdreht/geknickt ist.
    Das passiert wenn man den Faltenbalg dumm auf der Drosselklappe ansetzt.
    Ich weiß allerdings nicht ob der M52 auch so wie der TU und M54 aufgebaut ist :)
  • @Elzetto: Wenn der Integrator im LL bei -27 steht ist das schon deutlich zu fett. Ab 30 müsste beim vor-TU die MKL angehen oder jedenfalls ein Fehler gesetzt werden, wenn ich das richtig im Kopf hab.

    @Slizz: Auf deinem ersten Bild die drei bzw. sechs Werte für Lambdaintegrator, Adaptionswerte additiv und multiplikativ. Sind die positiv öffnen die ESV länger als nach Kennfeld vorgesehen und er liefe zu mager. Sind die negativ entsprechend umgekehrt.
    Viele Grüße
    Simon

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  • Von additiven und multiplikativen würde ich sagen. Aber wenn du den Wagen mit diesem Integrator 20 Minuten im LL stehen lässt, sind die additiven nachher auch bei -15. Die multiplikativen nur, wenn das auch unter Last so drastisch ist, was ja nicht unbedingt der Fall sein muss.
    Viele Grüße
    Simon

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  • Hallo!
    Lambdasonden sind letzte Woche neu gekommen.

    Am Samstag werde ich mal die angesprochenen Themen abarbeiten... Vom verdrehten bzw verstopften Schlauch über einen evtl zu straffen Gaszug, den Benzindruck ... und evtl nochmals den LLS ausbauen und mit einem regelbare Netzgerät ansteuern.

    Ein bekannter hat anscheinend noch einen funktionierenden LMM rumliegen :thumbsup: .
    Den kann ich am Samstag mal testweise einbauen und dann mit dem Läppi die Werte kontrollieren - da bin ich echt gespannt!!

    Vielen Dank für euren Input :trinken: ich werde dann spätestens am Wochenende ein Update geben!

    Gruß Chris
  • Hier das Update von gestern :

    Der Gaszug wurde kontrolliert, hat etwa 2-3mm Spiel bevor die Drosselklappe bestätigt wird.

    Da der LLS drei Pins hat (hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm) fiel eine Prüfung mit dem regelbare Netzgerät flach.... .
    Im Netz habe ich eine Anleitung zur Prüfung der LLS gefunden.
    Schritt 1:
    Die drei Pins gegeinander auf Widerstand zu prüfen. Die Wert sollten von Pin 1 auf 2 20 Ohm sein, von Pin 2 auf 3 ebenfalls 20 Ohm und von Pin 1 auf 3 40 Ohm.
    Die gemessen Werte lagen bei meinem LLS bei 15,16 und 26 Ohm.
    Mein Kollege hatte aber einen M52 Motor rumstehen bei dem wir kurz den LLS ausgebaut haben und der lieferte bis aufs Ohm genau die gleichen Werte :kratz: .
    Schritt 2:
    LLS ausbauen, Stecker dran, Klappe händisch ganz öffnen oder schließen und dann die Zündung an. Dann sollte der LLS auf etwa 50% öffnen.
    Das macht meiner exakt so, sollte also i.O. sein.

    Nach dem Tausch des LMM sahen meine Werte so aus



    Deutlich besser, aber die Drehzahl sinkt genauso langsam :thumbdown: .
    Komischerweise lagen die Werte nach dem Wechsel auf meinen LLM und dem löschen der Adaptionswerte in einem ähnlichen Bereich - werde aktuell nicht so richtig schlau aus der Sache :kratz: ..... .
    Heute 30km gefahren und beim beschleunigen und dann Hochschalten, steigt die Drehzahl kurz um 100-200 Umdrehungen bevor sie wieder sinkt.... hört sich echt doof an, sicher auch für Aussenstehende :rolleyes: .

    Der Schlauch vom LLS zum Faltenbalg war nicht verdreht oder geknickt.
    Als ich den Schlauch von der KGE zum Ölmessstab abgezogen habe, fiel mir auf dass eine braune Suppe im Rohr stand.
    Sämtliche Versuche, das Rohr mit Druckluft durchzublasen schlugen fehl, deshalb habe ich dann das Rohr dann ausgebaut.
    Nach etwa 10min von unten mit einem Draht reinstochern, Bremsenreiniger reinfüllen und noch unter der Zuhilfenahme von Druckluft machte es plötzlich ein lautes "plötsch" und das Rohr war wieder frei..... ... ... und ich voller Plörre im Gesicht :pinch: .
    Leider hat mein Kollege alles geputzt solange ich mich gewaschen habe, deshalb gibt es leider kein Bild.

    Kann natürlich sein, dass mein Dicker durch die jetzt funktionierende KGE wieder etwas anders läuft und sich erstmal adaptieren muss, weil es dann leider angefangen hat zu regnen.

    Ist eigentlich ein löschen der Adaptionen genauso "effektiv" wie ein abhängen der Batterie?

    Die Lautstärke haben wir gestern auch noch gemessen... :D mit einem db Messgerät von Parkside (glaube ich). Im 45° Winkel, etwa einen halben Meter hinter dem Auspuff bei 3000U/min have ich 87db. Finde ich absolut ausreichend - hörbar, aber nicht zu laut.

    Ansonsten läuft der Dicke wirklich schön... nur das Problem mit der Drehzahl nervt noch.

    Gruß Chris
  • Für eine vollständige Adaption der Gemischwerte sind ca. 80km, möglichst in allen Last- und Drehzahlbereichen nötig. Und mit neuem LMM müssen die Adaptionen erst neu gelernt werden. Ich würde also erstmal noch eine große Runde fahren.
    Löschen muss man die Adaptionen übrigens überhaupt nicht, da die ohnehin permanent neu "erlernt" werden. Und beim Batterieabklemmen sind die alten Gemischadaptionen bei mir regelmäßig noch erhalten. Dass das so funktionieren soll, ist mMn ein Internetmythos.

    Edit: Und die Adaptionen sehen doch jetzt schon viel(!) besser aus als vorher. Der LMM (und vielleicht auch der ganze Rest) waren also sicher kein Fehler.
    Viele Grüße
    Simon

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    -- Samuel Beckett --
  • Verdammt, dann war der Test ja ziemlich für den Popo :wall: .
    Gestern, nach fast dreitägigen Dauerregen und dadurch gesunkenen Temperaturen von ~30 auf 14°C war es besonders schlimm || .
    Beim beschleunigen und dann kuppeln stieg die Drehzahl WIEDER 2-300 Umdrehungen. Wenn ich vom Gas gegangen bin, konnte ich richtig merken wie die Motorbremse erst nach einigen Sekunden begann zu wirken, sprich die Drehzahl zu sinken.
    Gerade bei trockenem Wetter und 18° schien wieder alles normal bzw besser.

    Die Symptome sprechen doch eher für einen defekten LMM als einen defekten Kat?

    Ach so, ganz vergessen zu erwähnen :
    Der geliehene LMM hatte "nur" 130tkm auf der Uhr, war also auch nicht mehr taufrisch!

    Den Kat habe ich auch schon versucht per Endoskop zu begutachten, ich komme mit meinem Endoskop aber nicht von der Öffnung der Lambdasonde bis zum Kat - ich glaube, da ist das Kabel zu hart für :bad: .

    Ganz nebenbei leuchtet seid heute die ABS Lampe und die MKL und von der Hinterachse quietscht es wie wie eine alte C-Klasse mit eingelaufen Stabis... :crazy: .... aber das ist ein anderes Thema.

    Gruß Chris