Mein V8 M62b44TÜ

  • Na, dann starten wir mal mit dem Teil 2 :)
    Ich hatte einen Nikasil M62b44 liegen und möchte nun diesen für mich aufbauen.
    Leider habe ich nicht viel Zeit jeden Tag was zu präsentieren.



    Man sieht, dass der Nikasil die S1 Kolben verbaut hat. Für den Vanosmotor benötigen wir aber die S2 Kolben mit den Ventiltaschen.
    Noch ein Unterschied: Die S2 Kolben haben eine Feritbeschichtung am Kolbenhemd. Die S1 Nikasilkolben nicht.



    Dann habe ich den M62b44 mit Gragussbuchsen stehen.
    Dieser ist schon über 100t km gelaufen. Hatte einen Ventilschaden und wurde dann geöffnet. Leicht nachgehohnt, weil sich etwas Rost gebildet hat.



    Die Kolben sehen noch super aus.
    So sollten die Graugussbuchsen eingebaut werden.
    Wenn der Motor sich im UT befindet, kann der Kolben leicht kippen. Bei dieser Kippbewegung darf das Kolbenhemd nicht mit dem Alusil in Berührung kommen, sonst hat man schnell Riefen drinne.



    Jetzt ein Beispiel, wie es nicht gemacht werden sollte:
    Bei diesem Bild sieht man, dass man mit dem Grauguss nicht tiefer gegangen ist. So einer läuft definitiv nicht lange. Außerdem wurde hier die Oberflächenbeschaffenheit vom Alusil durch das Hohnen
    zerstört und beim Kolbenkipper hat man schnell einen Schaden.


  • Kann es nicht sein, dass die Graugussbuchsen nachträglich eingebaut wurden ? Diese Nahtstelle im unteren Bereich ist mir sonst nicht klar. Oder habe ich den Text von MaxiBMW falsch verstanden ?

  • Unten ist Alusil und oben eingepresste Gragussbuchse. Habe ich doch oben geschrieben


    Du hast ja ein ganzes Sortiment an M62-Blöcken !

    Insbes. der Nikasil müsste doch sehr selten sein, oder ?

    Ja der Nikasil ist wirklich selten. Wird auf S2 umgebaut. Habe auch zum ersten Mal gesehen

    Einmal editiert, zuletzt von MaxiBMW535i () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von MaxiBMW535i mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Soo... habe nun etwas Zeit die Bilder zu posten.
    Verpresste Graugussbuchsen von oben.

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    Nun zurück zum Nikasilmotor:

    Die Zylinderköpfe werden kontrolliert und ggf. neu plangeschliffen. Die Ventile werden gereinigt und etwas poliert.
    Danach erfolgt das Einschleifen. Ich persönlich würde die Einlassventile einschleifen, was ganz gut klappt. Die Auslassventile sollte lieber erneuert werden, da beim dem Einschleifen die Chrombeschichtung zerstört wird. Vorallem, wenn man auf LPF fährt.

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    Alles wird gründlich im Ultraschallbad gereinigt. So wird man die alten Ablagerungen los und man verhindert bei der Montage ein großes Spiel zwischen den Bauteilen (Dreck zwischen den Bauteilen).

    Nach knapp 200k km können die Hydrostößel natürlich nicht mehr 100 Prozent dicht sein. Anstatt sich Neue zu kaufen, können die Alten zerlegt werden, gereinigt und wieder frisch gefüllt werden.

    Zerlegen und im Ultraschallbad reinigen:


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    Innen sehen die Hydros ganz schön zugestzt aus und man kann viel Ablagerung erkennen. Die Rückschlagventile schließen auch nicht mehr richtig und lassen den Druck durch.


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    Leistungsstärkere Platine verbauen und größere Piezos.... Dann kann es weiter gehen.

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    Die Hydros sind nun sehr sauber und können luftfrei befüllt werden. Danach sind diese wieder 100 Prozent einsatzbereit

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