Spurstange fest

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  • Wirst nicht Drumherum kommen, die kompletten Spurstangen zu wechseln. Ich war damals bei der Fahrwerksrevision auch so optimistisch und habe nur die beiden Spurstangeköpfe gekauft, weil ich mir dachte dass man die einfach tauschen kann, da an der Spurstange selber ja nichts kaputtgeht. Keine Chance, auch mit Einsprühen, heiß machen und Hebel nicht aufzubekommen.

    Tipp von mir: Bestell die komplette Spurstange mit Kopf. Also quasi das gesamte Teil vom Lenkgetriebe bis zum Achsschenkel. Ich hatte den Fehler gemacht und mir dann noch die beiden einzelnen Spurstangen bestellt, da ich die Köpfe ja schon hatte. Da hast du dann das Problem dass der Konus-Ring in der Mitte fehlt. Hab dann die alten Spurstangen aufgeflext um an den alten Ring ran zu kommen. Wenn du die komplette Spurstange bestellst ist der Ring dabei. Kostet auch nicht die Welt. Kannst bei der Gelegenheit auch gleich die Gummimanschetten vom Lenkgetriebe erneuern.

    Wenn du eine Bühne oder eine Grube hast ist das keine Große Sache. Musst dir nur merken wie die alte Spurstange eingestellt ist und die neue dann genauso einstellen, dann sollte die Spur auch wieder einigermaßen passen. Achsvermessung würde ich aber trotzdem machen lassen. Der Mechaniker freut sich wenn alles neu und gängig ist. :D
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  • Ich würde grundsätzlich immer für die komplette Spurstange plädieren, wenns keine absolute Lowbudget Karre ist. Die Axiallager werden genauso nicht besser, so wie die Kugelgelenke im Spurstangenkopf. Und soo teuer ist die ganze Spurstange ja auch nicht. Da gebe ich lieber etwas mehr Geld aus, spare mir eventuellen Ärger mit der festsitzenden Mutter und hab unterm Strich alle potentiellen Verschleißteile an der Lenkung neu. Aber das muss jeder selber entscheiden.
    Spur sollte man auf jeden Fall einstellen lassen. Für die Fahrt zur Werkstatt reicht die Ghetto Methode mit Bindfaden an die Hinterräder und dann die Spur der Vorderräder grob so einstellen, dass sie in einer Flucht mit den Hinterrädern liegt. Das Lenkrad stand damit immer perfekt gerade. Aber wenn Spur nicht richtig stimmt, killt das die Reifen an der Vorderachse, je nach Grad der Verstellung, (extrem) schnell. So am Z3 getestet, weil die Reifen eh fällig waren. Hat nicht lang gedauert (einige 100km), dann waren die Reifen außen komplett glatt.
    Kranplätze müssen verdichtet sein!

    „Alles Komplizierte ist unnötig. Alles Notwendige ist einfach - genau wie mein automatisches Gewehr.“ ―Michail Kalaschnikow
  • Und für die Perfektionisten: :D

    Neue nach der Spureinstellung mit Flüssiggummi oder Baumarkt-Silikon einschmieren. Der nächste der die Spur einstellen muss, wird sich bedanken wenn er nicht mit Rostlöser und Bunsenbrenner ran muss, sondern nur mit einem Messer um das Silikon abzuknibbeln.
  • Denkt aber daran, das das Axialgelenk mit 71nm an der Zahnstange festgezogen werden muss. Sonst gibt es beim Spureinstellen oder beim Fahren möglicherweise eine böse Überraschung wenn sich der Kram löst. Es gibt da spezielle Hahnenfußschlüssel die man mit dem normalen Drehmomentschlüssel benutzen kann. Desweiteren ist es sinnvoll sich eine Tube
    Schmierfett FB-183 23 2 208 093

    für 6€ bei BMW zu besorgen. Damit wird die Zahnstange dünn eingefettet, schützt vor Korrosion und es entstehen beim Lenken keine komischen Geräusche. Nichts anderes dafür verwenden, sonst gehen die Simmerringe flöten.
  • jazze schrieb:

    Und für die Perfektionisten: :D

    Neue nach der Spureinstellung mit Flüssiggummi oder Baumarkt-Silikon einschmieren. Der nächste der die Spur einstellen muss, wird sich bedanken wenn er nicht mit Rostlöser und Bunsenbrenner ran muss, sondern nur mit einem Messer um das Silikon abzuknibbeln.
    Naja, man könnte auch einfach gutes Lagerfett auf das Gewinde schmieren bevor man Kopf und Gelenk zusammenschraubt dann gammelt das auch nicht zusammen.
  • Zahnstange würde ich gar nicht fetten, Korrossion ist da im Normalfall gar kein Problem, wenn nicht ewig mit kaputter Manschette gefahren wurde. Axialgelenk ggf. noch nachfetten und gut ist. Beanspruchte die Dichtungen vom Lenkgetriebe imo nur zusätzlich, wenn man da noch Fett auf die Zahnstange schmiert.
    Kranplätze müssen verdichtet sein!

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  • Sebastian99 schrieb:

    Zahnstange würde ich gar nicht fetten, Korrossion ist da im Normalfall gar kein Problem, wenn nicht ewig mit kaputter Manschette gefahren wurde. Axialgelenk ggf. noch nachfetten und gut ist. Beanspruchte die Dichtungen vom Lenkgetriebe imo nur zusätzlich, wenn man da noch Fett auf die Zahnstange schmiert.
    Steht als Anweisung im TIS. Muss jeder selber wissen ob er das macht oder nicht. Gibt genug bei denen die Lenkung Geräusche wie Tuten oder Quietschen macht. Das FB1 ist auch nicht direkt ein fett. Ist so weißes dünnflüssiges Zeug und speziell für die Zahnstange.
  • Im aktuellen ISTA steht nichts von schmieren der Zahnstange in der Anleitung. Muss jeder selber wissen, ja.
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  • Hab am WE meine Surstangen komplett gewechselt und würde mir das nich antun, nur die Köpfe auszutauschen. Hab die Spurstangen nur "Pi mal Auge" eingestellt und Lenkrad steht jetzt natürlich schief...
    Bin damit aber nur die 60km zur Werkstatt gefahren, hoffe meine Reifen werden es mir nicht übel nehmen und ab heut Abend kann ich dann auch mit korrekter Spur fahren :top:
    Aktueller KM-Stand:

  • Nein, natürlich kommt in den Faltenbalg kein Fett rein. Das Axialgelenk ist normalerweise ab Werk gefettet und die Zahnstange darf man höchstens nur mit dem FB1 von BMW schmieren. Sinnvoll ist es das Gewinde der Spurstange am / zum Axialgelenk zu fetten damit es nicht festrostet.