Guten Abend,
Ich hatte im letzten Jahr einen Teilkasko-Schaden, es hat meine Motorhaube und Stoßstange erwischt.
Der Gutachter meiner Versicherung hat damals die Reparaturkosten höher Angesetzt als den Fahrzeugwert = wirtschaftlicher Totalschaden.
Trotz zahlreichen Rechnungen und Belegen über meine bisherigen Upgrades und Reparaturen ließ sich die Versicherung nicht davon abbringen: Mein Fahrzeug sei aufgrund der Laufleistung und des Umbaus auf Schaltgetriebe ein weniger gefragtes Fahrzeug, der Wert dementsprechend gering.
Nach mehreren Monaten ohne Entgegenkommen habe ich mich dann breitschlagen lassen und habe die Abrechnung als Totalschaden akzeptiert, habe immerhin noch eine Stange Geld dafür bekommen.
In der Zwischenzeit habe ich die Motorhaube ersetzt (eine originale, neue von Privat gekauft und lackiert, selbst eingebaut), und die Stoßstange aufgearbeitet, habe mir dafür jedoch selbst keine Rechnung gestellt 
Jetzt hatte ich kürzlich wieder einen kleinen Unfall, und der von mir beauftragte Gutachter sagte, dass ein Fahrzeug, welches mal einen Totalschaden hatte, mit dem festgestellten Restwert in der Datenbank der Versicherungen gespeichert bleibt. Wenn man keine Rechnungen über die durchgeführten Reparaturen hat, habe man schlechte Karten, denn dann fehlt der Nachweis über die erfolgte Reparatur.![]()
Offenbar sei es auch häufig nicht ausreichend, dass ein KFZ-Sachverständiger den Zustand bzw. die ausgetauschten Teile begutachtet.
Besonders bei angehenden Young- und Oldtimern kommt mir die Argumentation "der Nachweis fehlt" seltsam vor.
Wenn es ein Teil nicht mehr neu zu kaufen gibt, und man es selbst restauriert oder sich gebraucht besorgt... Oder wenn man z.B. selbst Lackierer, KFZ-Mechaniker etc. ist, wird man die eigene Arbeit ja auch nicht in Rechnung stellen.
Was sind eure Erfahrungen mit dem Thema? Es gibt ja sicherlich noch andere hier, die ihr Auto gern selbst reparieren anstatt es in die Werkstatt zu geben, und nicht alle Teile beim Händler kaufen.