M54 Experten: 530i / M54B30 gefühlter Leistungsverlust und Katastrophale Leistungsdaten - Was hat er für ein Problem? Bin ratlos.

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  • Sebastian99 schrieb:

    Ich finde das Insoric Messsystem nicht nur deshalb ziemlich interessant. :)
    Meiner wurde mit Insoric gemessen, aufgeklebt auf einen der Nabendeckel.
    NÖ EY 39 -> 2003er 520i Edition Sport, imolarot II, Neuaufbau 2017/2018 mit 530i-Umbau

    :ugly: "Billigteile sind mir auf Dauer zu teuer" :ugly:
  • Bei dem System steig ich nicht so richtig durch. Das berechnet aus einer Reihe von Geschwindigkeitswerten die Beschleunigungswerte und zieht daraus die Motorleistung? Da müssen dann ja Werte wie Fahrzeuggewicht und Radumfang extrem genau angegeben werden, genauso wie der Luftwiderstand und die Verlustleistung im Antriebsstrang :kratz:
    Ganz abgesehen davon, dass eine sehr ebene Fläche ohne Steigung/Gefälle benötigt wird.

    Bis jetzt sehe ich bei dem System nicht so viele Vorteile gegenüber einem Rollenprüfstand.
  • Die Messstrecke war eben und glatt, windstill wars auch. Es wurde eine "Kalibrierungsfahrt" gemacht und danach 3 Messungsfahrten. Das Auto wurde vorher gewogen und die Rad/Reifen Kombination eingegeben. Denke dass mein Kollege da weiß was er tut, er arbeitet damit wöchentlich. Trotzdem fand ich das auch echt futuristisch...

    Was ich allerdings nicht ganz schnalle: Wie rechnet er den Antriebsstrang raus? Er muss ja die ganzen Übersetzungsverhätnisse kennen, damit er weiß, was zwischen Rad und Motor passiert. Da spielen doch auch solche Sachen wie das Differential ne Rolle, da es ja scho ein Unterschied ist, ob ein 2.93er oder ein 3.46er verbaut ist? Bei gleicher Motorleistung müsste man doch bei einem kürzeren Differential viel mehr Leistung messen, als bei nem langen Differential? Denn er beschleunigt durch das kurze Differential ja schneller?

    Habe bei meinem ja ein kürzeres 3.23er Differential vom 523i Touring drin, eigentlich gehört bei der 530i Limo ja das 2.93er rein. Weiß nicht ob das System das selber rausrechnet, ob da gewisse Fahrzeugparameter für gängige Autos gepeichert sind oder ob das manuell eingegeben werden muss. :kratz:
    NÖ EY 39 -> 2003er 520i Edition Sport, imolarot II, Neuaufbau 2017/2018 mit 530i-Umbau

    :ugly: "Billigteile sind mir auf Dauer zu teuer" :ugly:
  • Theoretisch sollte die Übersetzung mit angegeben werden. Die durch Ausrollen zu ermitteln stelle ich mir sehr gewagt vor.
    Das Problem, was ich sehe, ist, dass bei einer Beschleunigung von 50 auf 240-245 (geschätzter GPS-Topspeed mit dem kürzeren Diff) - was nötig wäre, um die Messung bis zum Ende im 5. Gang zu fahren - die Strecke so lang sein muss, und auch die Messfahrt entsprechend lange dauert, dass mir die konstanten Bedingungen nahezu unmöglich vorkommen. Selbst im 4. Gang bis ~180 wird noch massig Strecke gebraucht.
  • Bleibt das gleiche Risiko wie im 4. Gang, dass man nicht weiß, wie genau die Übersetzungsangaben sind. Daher wird gerne der Direktgang genommen. Sollte aber zu vernachlässigen sein.
    Der höhere Innenwiderstand im Antriebsstrang sollte sich (wenn das wirklich funktioniert) beim Ausrollen rausrechnen.
    Bleibt nur noch die geringere Abtastrate pro Zeitabschnitt, da schneller durch das Drehzahlband gegangen wird. Verliert hier etwas Präzision, was natürlich durch die kürzere Strecke etwas ausgeglichen wird.
    Schlupf sollte zu vernachlässigen sein.
    Also abgesehen davon, dass ich die schlechte Kontrolle der äußeren Einflüsse immer noch nicht mag, sollte das Ergebnis zumindest nicht schlechter sein, als bei einem mittelmäßigen Rollenprüfstand.
  • Die Einfachheit der Messung an sich ist halt Unschlagbar in meinen Augen. Auto wiegen, Sensor drauf kleben, fahren und fertig. Für die ganz genauen könnte man hinterher auch noch wiegen und den Mittelwert von Anfangs- und Endgewicht nehmen. Nicht erst Auto angurten, einrollen, Gurte/Ketten prüfen usw.
    Und, dass Rollenprüfstände oftmals nicht wirklich "echte" Leistung messen, ist ja auch bekannt. Sprich man muss immer auf den gleichen Prüfstand um Vergleiche ziehen zu können. Mit Insoric misst man idealerweise immer auf der gleichen Strecke um Ungenauigkeiten wie Unebenheit, Steigung,... immer grob gleichermaßen in der Messung zu haben.
    Vorteil eines Prüfstands ist, dass man eben nicht auf die Strecke (und meist auch Verkehr) und Wetter angewiesen ist.
    Kranplätze müssen verdichtet sein!

    „Alles Komplizierte ist unnötig. Alles Notwendige ist einfach - genau wie mein automatisches Gewehr.“ ―Michail Kalaschnikow
  • VincentVega schrieb:

    Theoretisch sollte die Übersetzung mit angegeben werden..
    Das muss sie auch, für den verwendeten Gang nach Herstellerangaben. Alternativ kann zu einer festgelegten Geschwindugkeit in der Beschleunigungskurve die zugehörige Motordrehzahl in der Auswertungssoftware eingegeben werden. .. die muss dann natürlich während der Fahrt vom Testfahrer festgehalten werden ....

    Habe rein Interesse halber die Bedienungsanleitung des Insoric mal kurz quer gelesen.
  • Repsol-Bird schrieb:

    Was ich allerdings nicht ganz schnalle: Wie rechnet er den Antriebsstrang raus? Er muss ja die ganzen Übersetzungsverhätnisse kennen, damit er weiß, was zwischen Rad und Motor passiert. Da spielen doch auch solche Sachen wie das Differential ne Rolle, da es ja scho ein Unterschied ist, ob ein 2.93er oder ein 3.46er verbaut ist? Bei gleicher Motorleistung müsste man doch bei einem kürzeren Differential viel mehr Leistung messen, als bei nem langen Differential?
    Du erliegst der Annahme, dass ein kürzeres Differential die Leistung erhöht. Die Leistung ist jedoch nur motorseitig erhöhbar, NICHT getriebeseitig. Ein kürzeres Differential erhöht die Radzugkraft (Drehmoment am Rad), mehr nicht. Leistung ist Drehmoment x Drehzahl. Im gleichen Maße, wie das Drehmoment am Rad durch ein kürzeres Diff ansteigt, sinkt die Drehzahl am Rad (bei gleicher Motordrehzahl) ab. Ist also nicht mehr als ein Variieren von Parametern, je nach Bedarf und Vorliebe.

    Übrigens ist das verbaute Diff viel zu kurz für den 530i E39.
  • Bei der Leistungsmessung wird die Übersetzung berücksichtigt und rausgerechnet, ebenso die Verluste im Antriebsstrang, damit man grob auf die Motorleistung kommt. Die Übersetzung ist also vollkommen egal für die Leistungsmessung. Und da sollte man bei dem betriebenen Aufwand, sofern die Tuningkomponenten nicht komplett ungeeignet sind, schon wenigstens an die Seriennennleistung kommen. Natürlich vorausgesetzt, dass die Parameter alle richtig eingegeben wurden.
    Kranplätze müssen verdichtet sein!

    „Alles Komplizierte ist unnötig. Alles Notwendige ist einfach - genau wie mein automatisches Gewehr.“ ―Michail Kalaschnikow
  • bbbbbbbbbbbb schrieb:

    Du erliegst der Annahme, dass ein kürzeres Differential die Leistung erhöht. Die Leistung ist jedoch nur motorseitig erhöhbar, NICHT getriebeseitig. Ein kürzeres Differential erhöht die Radzugkraft (Drehmoment am Rad), mehr nicht.
    Er erliegt da gar nichts. Was bei einer Leistungsmessung gemessen wird ist das Drehmoment. Aus dem Drehmoment wird die Leistung errechnet. Was ändert das Drehmoment am Rad? Richtig, Differential- und Getriebeübersetzung. Deshalb muss man die Übersetzungen wissen, um das gemessene Drehmoment anzupassen, um damit die (halbwegs) korrekte Leistung ermitteln zu können.