Bremi vs. Bosch Zündspulenwiderstand

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  • Bremi vs. Bosch Zündspulenwiderstand

    Da zwei meiner Bosch Zündspulen nach ca. 260.000 km schon etliche mal herumgezickt haben,
    wurden 6 neue Bremi 1860T bestellt und inzwischen geliefert.

    Die beiden Spulentypen habe ich durchgemessen und dabei fand ich folgendes merkwürdig :

    1. Der Ri der Primärwicklung ( Pin1 - Pin3 ) beträgt bei Bosch 0,5 Ohm und bei Bremi 0,7 Ohm


    2. Dann habe ich versucht den Ri der Sekundärwicklung zu messen am Ende des Zündsteckers gegen alle drei Pins
    und Masse ( Spulenkörper ) Bei Bremi kein Wert zu messen (Ri = unendlich ) ? ? ? ? ? ?

    ( NGK gib den Wert mit ca. 19 kOhm an .)


    Nächster Versuch - Pin 2 gegen Zündsteckerende gemessen :

    Bei Bosch 52 k Ohm ( 50k Spule, 2 k Zündstecker) wobei dort auch ein Diode verbaut zu sein scheint,
    da nur bei entsprechender Polung überhaupt ein Wert zu messen ist. Mit umgekehrter Polung ( Sperrinchtung
    der Diode ) kann kein Widerstand gemessen werden.

    Was habe ich da gemessen, eine sekundäre Hilfswicklung . Bekommt das MSG daher die Rückmeldung
    Zündung erfolgt ? ? ?

    Vollkommen verwunderlich ist aber nun, dass ich bei den Bremi Spulen außer den o.g. 0,7 Ohm nichts weiter messen
    kann, bei allen 6 Spulen.

    Kann mir das mal einer erklären bzw. mit ähnlichen Vergleichsmessungen aufwarten ?

    btw, Bremi hat mir die 0,7 Ohm als korrekt bestätigt. Bzgl der Sekundärmessung erwarte ich
    noch eine Antwort.


    Bzgl Differenz des Ri primär meine Hypothese :

    Ein Unterschied von ca. 45 % beim Ri der Primärwicklungen bedeutet eine " Entlastung" des MSG, da
    bei Einsatz der Bremi ein Stromimpuls mit niedrigerem Spitzenwert fließt, kleineres dI/dt. ( Gleiche
    Bordspannung vorausgesetzt )

    Damit dann sekundärseitig die gleiche Höhe der Zündspannung erzeugt wird muss das andere Design der Bremi
    ( Eisenkern , Anzahl Wicklungen ) für den Ausgleich sorgen.

    Vielleicht war ja die Erhöhung des primären Ri , der das MSG "schont" eine Entwicklungsvorgabe für die Bremi's
    und der Grund warum BWM von Bosch auf Bremi umgestietgen ist ? ? ?

    Alles Mumpitz oder teilt jemand die Hypothese oder weiß es sogar genau.



    Frage an die Gaser hier: Gute Erfahrungen mit den Bremi's besonders auch im Gasbetrieb gemacht ? ? ? ?

    .
    E39 - 525iA Touring; KME Diego G3/VALTEK - LPG: 12,7 L/100km - Bislang auf Gas 98.000 km

    ( E34 - 525 iA 275 Tkm / ca. 100 Tkm mit Landi IGS - verkauft )
  • Ich kann zwar keinen Vergleich zu den Boschspulen beurteilen, da ich die nicht kenne, aber ich kann zwei Dinge sagen:

    1) Ein Kollege hatte im e46 (M52B28TU) die Bremi 1860T, wie ich im e39 (M62b44TU)
    Auf Fehlersuche hatte ich mal den Ladestrom mit der Strommesszange und Oszi gemessen und hoppla, die wurden im e46mit 2A mehr Spitzenstrom geladen! Das war durch alle Zylinder so.

    2) Ich habe nur gute Erfahrungen mit den Bremis und lpg. Läuft astrein. Noch nie ein Aussetzer. Mein Motor hat ein Verschluck-Problem, das hat aber damit definitiv nicht das geringste zu tun.
  • Sorry, habe ich unpräziese formuliert.

    Der E39 ist Bj. 2002, die aktuellen Bosch sind von 2007 . Diese ZSP haben "nur" ca. 100.000 auf der Uhr. Der erste Satz war dann ca. 150.000 drin.

    Außerdem wurden die Bremi hier von den Fachleuten besonders gelobt mit dem Hinweis, das BWM von Bosch auf Bremi
    umgestiegen sei.

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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von rama0711 () aus folgendem Grund: Berichtigt

  • Raumhuber schrieb:

    Ich kann zwar keinen Vergleich zu den Boschspulen beurteilen, da ich die nicht kenne, aber ich kann zwei Dinge sagen:

    1) Ein Kollege hatte im e46 (M52B28TU) die Bremi 1860T, wie ich im e39 (M62b44TU)
    Auf Fehlersuche hatte ich mal den Ladestrom mit der Strommesszange und Oszi gemessen und hoppla, die wurden im e46mit 2A mehr Spitzenstrom geladen! Das war durch alle Zylinder so.

    2) Ich habe nur gute Erfahrungen mit den Bremis und lpg. Läuft astrein. Noch nie ein Aussetzer. Mein Motor hat ein Verschluck-Problem, das hat aber damit definitiv nicht das geringste zu tun.

    Meinst du den Strom der in die Primärwicklung der Zündspule fließt ? Das ist aber nur ein sehr kurzer Peak - Wert.

    Ein höhere Strom hat eine höhere Zündspannung zur Folge , es sei denn das dt ist beim e39 kürzer und kompensiert das damit um
    auf die Sollzündspannung zu kommen.

    Vielleicht kann hier mal ein M54 Fahrer was dazu sagen. Denn die Modelle haben ja alle unterschiedliche Steuergeräte.

    .
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  • rama0711 schrieb:

    mit dem Hinweis, das BWM von Bosch auf Bremi
    umgestiegen sei.
    was aber noch lange kein Hinweis auf bessere Qualität oder ähnliches gibt, sondern wohl eher ganz einfach eine strategische Entscheidung aus dem Einkauf war. ;) Bessere Einkaufskonditionen, Verfügbarkeit etc.
    Da wird sich sicher keiner hingestellt haben am M62 zu testen, ob es für den alten Motor nicht noch was besseres gibt :) und aufgrund dessen diese Entscheidung getroffen wurde :whistling:

    Aber klar sind die Bremis gut, ganz normale Zündspulen eben die sogar funktionieren. :thumbsup: Wie auch vorher die Bosch ^^
    1x Touring - immer Touring
  • Ja, ich meinte den Primärstrom. Klar, daraus resultiert zunächst eine höhere Sekundärspannung.
    Leider bin ich nicht Zünd-Guru, ich habe damals mit unserem Experten darüber diskutiert und der hatte mir allerhand Tipps gegeben, die ich dummerweise jetzt nicht mehr zusammen bekomme...
    Auf jeden Fall kann man die Bremi Spulen beruhigt kaufen, sie funktionieren einwandfrei.
    Gibts oft seht günstig in ebay.
  • BMW scheint tatsächlich wohl einfach mal die Hersteller zu wechseln...je nachdem wer billiger ist....
    Die Zünddiagramme der vier verwendeten Hersteller (BREMI / BERU / May & Christe / BOSCH) unterscheiden sich deshalb auch.
    Die unterschiedliche Zündung scheint wohl weniger ein Problem für den Motor zu sein, als ein Problem bei der Diagnose, falls ein Mechaniker mal einen Fehler sucht.
    Daher sah sich BMW wohl gezwungen dazu etwas im T*S zu veröffentlichen:
    newtis.info/tisv2/a/de/e39-540…-13-ignition-coil/AzqiQeE

    Dort kann man auch sehen, dass die BOSCH eine geringere "Zündspannungsnadel", aber eine längere "Brenndauer" haben.
    Ob das gut oder schlecht ist für den Gasbetrieb, weiß ich nicht.....
  • corsair schrieb:

    newtis.info/tisv2/a/de/e39-540…-13-ignition-coil/AzqiQeE


    Dort kann man auch sehen, dass die BOSCH eine geringere "Zündspannungsnadel", aber eine längere "Brenndauer" haben.
    Ob das gut oder schlecht ist für den Gasbetrieb, weiß ich nicht.....
    Ist 1. das Gas Luftgemisch leichter oder schwerer als 2. das Benzin / Luftgemisch entzündbar ?

    Wenn 1. schwerer, dann ist die höhere Zündspannungsnadel sicher von Vorteil. Lange Brenndauer natürlich auch.

    Wie ist der Heinweis zu bewerten, zum zünden reicht es ja anscheinend immer noch bei Benzin. Ob dann bei Gas die Bremi
    die Nase vorn hat bei hohen Drehzahlen ?

    Muss mal checken, bei welchen Drehzahlen ich die Zündaussetzer mit den Bosch hatte.

    Zu der Bosch im Link von corsair steht :

    Hinweis:

    Bei hohen Drehzahlen verkürzt sich die Zündspannungsnadel, gegenüber anderen Zündspulenherstellern, sehr stark.

    Schaue ich mir das Zündspannungsdiagramm an, wundert man sich in Bezug auf vorgenannte Aussage das mit der Bosch bei hohen Drehzahlen noch eine Zündung stattfindet :

    ngk.de/fileadmin/Dokumente/DE/…ng-LPGLaserLine_Kerze.pdf

    Wer gast denn hier mit Bremi's rum ? Irgend welche Aufälligkeiten.
    .
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    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von rama0711 () aus folgendem Grund: Ergänzt

  • Der Gleichstromwiderstand ist weitgehend unerheblich, da das Steuergerät den Spulenstrom bestimmt und nicht der DCR. Wenn’s so wäre kannst ja mal rechnen. I=14V/0,7Ohm=20A. 20A*14V=280W Verlustleistung pro Spule. Das ist Quatsch.
    Interessanter sind Primär, Sekundär und Streuinduktivität. Die Unterschiede zwischen den Herstellern im TIS sind so gering, das ich mir darüber keinerlei Gedanken machen würde.
  • Rätsel gelöst

    Neu

    Habe Antwort von den sehr freundlichen BREMI Mitarbeiter erhalten :

    Zitat :



    " Die 11860T hat eine Elektronik verbaut, welches das Messen der Sekundärwicklungen
    nicht möglich macht. Deswegen kommt bei unserer Spule der unendliche Wert raus. "

    Ob das nun ein Vorteil ist ? ? Bei den BOSCH Zündspulen kann man jedenfalls einen
    Defekt der Sekundärwicklung ( z. B. Windungsschluss ) messtechnisch erfassen.

    Ist mir auch ein Rätsel was auf der Hochspannungsseite noch eine Elektronik macht ?
    Evtl. Überspannungsschutz ?

    .
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