Kettenrevision M62

  • Ist jetzt ein bisschen OT, aber dazu fällt mir ein, dass ich letzte Woche bei meinem MB OM617 die Pleuel demontiert habe und meinen Augen nicht trauen konnte. Der Motor ist 40 Jahre alt, über 40tkm mit Pflanzenöl auf Volllast getreten worden und hat (angeblich) 180tkm runter.
    Alle Lagerschalen sehen aus wie gerade ausgepackt. Habe sowas echt noch nie gesehen. Der Motor war definitiv noch nie auf.
    Wobei das bisschen was man da als Verschleiß deuten kann bei sese ja auch eigentlich nur die oberste weiche Schicht ist, die darf ja Spuren haben.
  • Raumhuber schrieb:

    Ist jetzt ein bisschen OT, aber dazu fällt mir ein, dass ich letzte Woche bei meinem MB OM617 die Pleuel demontiert habe und meinen Augen nicht trauen konnte. Der Motor ist 40 Jahre alt, über 40tkm mit Pflanzenöl auf Volllast getreten worden und hat (angeblich) 180tkm runter.
    Alle Lagerschalen sehen aus wie gerade ausgepackt. Habe sowas echt noch nie gesehen. Der Motor war definitiv noch nie auf.
    Wobei das bisschen was man da als Verschleiß deuten kann bei sese ja auch eigentlich nur die oberste weiche Schicht ist, die darf ja Spuren haben.
    Abgasstark und leistungsarm ;) Was mir gerade so einfällt, hat jemand von den Mechanikern Parallelen zwischen Getriebeart und Pleuellagerverschleiss feststellen können? Gefühlt haben V8 im E39 ja fast immer ein Automatikgetriebe. Mit Schaltgetriebe kann man den Motor aber viel besser quälen durch falsche Fahrweise. :kratz:
    Kranplätze müssen verdichtet sein!

    „Alles Komplizierte ist unnötig. Alles Notwendige ist einfach - genau wie mein automatisches Gewehr.“ ―Michail Kalaschnikow
  • Sebastian99 schrieb:

    Raumhuber schrieb:

    Ist jetzt ein bisschen OT, aber dazu fällt mir ein, dass ich letzte Woche bei meinem MB OM617 die Pleuel demontiert habe und meinen Augen nicht trauen konnte. Der Motor ist 40 Jahre alt, über 40tkm mit Pflanzenöl auf Volllast getreten worden und hat (angeblich) 180tkm runter.
    Alle Lagerschalen sehen aus wie gerade ausgepackt. Habe sowas echt noch nie gesehen. Der Motor war definitiv noch nie auf.
    Wobei das bisschen was man da als Verschleiß deuten kann bei sese ja auch eigentlich nur die oberste weiche Schicht ist, die darf ja Spuren haben.
    Abgasstark und leistungsarm ;) Was mir gerade so einfällt, hat jemand von den Mechanikern Parallelen zwischen Getriebeart und Pleuellagerverschleiss feststellen können? Gefühlt haben V8 im E39 ja fast immer ein Automatikgetriebe. Mit Schaltgetriebe kann man den Motor aber viel besser quälen durch falsche Fahrweise. :kratz:
    ...hm, also bisher hatte ich nur einen V8 mit manuellem Getriebe, an dem ich die Pleuellagerschalen in Augenschein nehmen konnte. Die haben sich jetzt nicht signifikant von den Automatikversionen im Verschleiß unterschieden. Tendenziell würde ich sogar behaupten wollen, das die Automaten den Verschleiß an den Pleuellagerschalen eher "begünstigen" können. Das Drehzahlniveau ist im Mittel ja niedriger. Aber auch hier sind wohl Fahrweise und Profil die großen Faktoren.
    Hier mal das Bild von einem Satz aus einem M62B44 vor TU Automat mit 240.000km:



    ...ist leider etwas unscharf. Die Schalen waren noch nicht völlig durch, allerdings aber wirklich Reif für den Austausch.
    Einige Einlagerungen von Partikeln waren vorhanden. Die Welle war aber vollkommen unauffällig und vom Abmaß im Bereich der Fertigungsmaße.
  • Der Motor hat glatt 300tkm runter und kam mit Kettenschaden zu mir.
    Allgemeiner Hinweis: Mysteriöse Zahlen vor und nach einem W lassen keine Rückschlüsse auf chemisches Verhalten oder gar die Qualität eines Motorenöls zu. Tribologie ist eine Wissenschaft, in der man promovieren kann. Daher sind sämtliche Statements zu diesem Thema in diesem Forum nicht mehr als haltloses Stammtischgequatsche. Bitte dies zu beachten.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sese ()

  • E39OFI schrieb:

    Sebastian99 schrieb:

    Raumhuber schrieb:

    Ist jetzt ein bisschen OT, aber dazu fällt mir ein, dass ich letzte Woche bei meinem MB OM617 die Pleuel demontiert habe und meinen Augen nicht trauen konnte. Der Motor ist 40 Jahre alt, über 40tkm mit Pflanzenöl auf Volllast getreten worden und hat (angeblich) 180tkm runter.
    Alle Lagerschalen sehen aus wie gerade ausgepackt. Habe sowas echt noch nie gesehen. Der Motor war definitiv noch nie auf.
    Wobei das bisschen was man da als Verschleiß deuten kann bei sese ja auch eigentlich nur die oberste weiche Schicht ist, die darf ja Spuren haben.
    Abgasstark und leistungsarm ;) Was mir gerade so einfällt, hat jemand von den Mechanikern Parallelen zwischen Getriebeart und Pleuellagerverschleiss feststellen können? Gefühlt haben V8 im E39 ja fast immer ein Automatikgetriebe. Mit Schaltgetriebe kann man den Motor aber viel besser quälen durch falsche Fahrweise. :kratz:
    ...hm, also bisher hatte ich nur einen V8 mit manuellem Getriebe, an dem ich die Pleuellagerschalen in Augenschein nehmen konnte. Die haben sich jetzt nicht signifikant von den Automatikversionen im Verschleiß unterschieden. Tendenziell würde ich sogar behaupten wollen, das die Automaten den Verschleiß an den Pleuellagerschalen eher "begünstigen" können. Das Drehzahlniveau ist im Mittel ja niedriger. Aber auch hier sind wohl Fahrweise und Profil die großen Faktoren.Hier mal das Bild von einem Satz aus einem M62B44 vor TU Automat mit 240.000km:



    ...ist leider etwas unscharf. Die Schalen waren noch nicht völlig durch, allerdings aber wirklich Reif für den Austausch.
    Einige Einlagerungen von Partikeln waren vorhanden. Die Welle war aber vollkommen unauffällig und vom Abmaß im Bereich der Fertigungsmaße.
    Hat der da Geräusche gemacht vom Kurbeltrieb?
  • Raumhuber schrieb:

    Hmm... also 240.000, 300.000km,das sind doch alles keine Laufleistungen, dafür finde ich die Schalen, speziell von bmwsmiley aber nicht so toll...
    Sind diese Lager der V8 doch nicht so robust?!
    Das hab ich mich auch gefragt, als ich die Bilder und die Laufleistungen gelesen habe :confused:
    Aber denke auch, dass das in erster Linie mit Öl und Fahrweise zu tun hat.

    Vielleicht weiß ja @sese, mit welchem Öl der von ihm revidierte Motor gelaufen ist. Das wäre echt interessant.
  • Raumhuber schrieb:

    Hmm... also 240.000, 300.000km,das sind doch alles keine Laufleistungen, dafür finde ich die Schalen, speziell von bmwsmiley aber nicht so toll...
    Sind diese Lager der V8 doch nicht so robust?!
    das sind nicht meine.... Ich habe nur Zitiert und gefragt ob der mit den Schalen Geräusche gemacht hat.
  • M62B44TÜ, 145tkm (glaubhaft), Pleuellagerschalen gewechselt. Der Motor war innen sehr verschlammt, womöglich durch sehr lang überzogene Ölwechselintervalle. Entsprechend sahen die Lagerschalen aus. Also: Regelmäßig Öl wechseln!



    Allgemeiner Hinweis: Mysteriöse Zahlen vor und nach einem W lassen keine Rückschlüsse auf chemisches Verhalten oder gar die Qualität eines Motorenöls zu. Tribologie ist eine Wissenschaft, in der man promovieren kann. Daher sind sämtliche Statements zu diesem Thema in diesem Forum nicht mehr als haltloses Stammtischgequatsche. Bitte dies zu beachten.