Ruhestrom zu hoch und schwankend

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  • Ruhestrom zu hoch und schwankend

    Hallo zusammen,

    wegen einer hin und wieder entladenen, aber schon älteren, Batterie kam ich auf die Idee, den Ruhestrom zu messen.

    Vorgehensweise wie im T*S beschrieben, also Heckklappe mit Schraubendreher verriegelt, Simulation Einsteigen, Fahrt und Aussteigen; Fahrzeug abschließen. Außerdem unterbrechungsfreies Einschleifen des Multimeters.

    Nach 16min konnte ich 56mA messen und dieser Wert stieg alle paar Sekunden bis 76mA und fiel wieder. Auch nach 45min änderte sich nichts. Der Wert schwankte immer zwischen 56mA und 76mA hin und her.

    Diebstahlwarnanlage oder Telefon ist nicht vorhanden.

    T*S sagt, entsprechend der Ausstattung soll sich der Ruhestrom beim E39 auf 40mA (Höchstwert!) einpendeln.

    Mich wundert vor allem das Hin- und Herschwanken. Außerdem ist der Wert an sich zu hoch - das Fzg. hat kaum Ausstattung.

    Wer hat eine Idee, was da so schwanken könnte?

    Das Gebläse läuft ab und zu etwas unruhig, aber es ist nie nachgelaufen o.ä. (Igel?).

    Ansonsten bleibt nur das ziehen der Sicherungen um weiteres herauszufinden?

    Möchte vermeiden, dass die neue Batterie gleich wieder entladen wird und dann einen weg hat.

    Danke im voraus!
  • Bei 66mA im Mittel sind das ca. 1,6A auf 24 Stunden. Wenn man von etwas halber nutzbarer Kapazität ausgeht, weil nicht unter 25% Restkapazität entladen werden sollte und im Winter außerdem nur eingeschränkte Kapazität vorhanden ist, komme ich auf etwa 31 Tage bei einer 100Ah Batterie. Im Alltag mag es nicht darauf ankommen.

    Vielleicht ist der Wert aus dem T*S (40mA max.) bei einem 16 Jahre alten Fahrzeug gar nicht mehr zu erreichen, wegen gestiegenen Übergangswiderständen o.ä.?

    Trotzdem wundern mich die Schwankungen. Werde in den nächsten Tagen mal versuchen einzugrenzen, woher die kommen. Vielleicht sagt aber auch gleich jemand, dass das Schwanken ganz normal ist. Ich habe leider keinen Vergleich.
  • So, ich habe nach und nach alle Sicherungen gezogen.

    Die Schwankungen kommen von der Servotronik, Sicherung 11 und in geringem Umfang auch von der Zentralverriegelung.

    Beim Ziehen der 50A Sicherung hinter dem Handschuhfach ist der Ruhestrom um 45mA gefallen.

    Es sieht also ganz danach aus, dass der Zusatzlüfter der Schuldige ist. Habe den erst vor einem oder zwei Jahren gewechselt. Ist ein Vemo V20-02-1075.

    Dürfte ja eher nicht normal sein. Was meint ihr?
  • Ok, habe den Stecker vom Zusatzlüfter abgeklemmt. Der Ruhestrom ist sofort um 45mA gefallen.

    Ohne den Zusatzlüfter liegt der Ruhestrom bei 13mA und schwankt immer wieder bis 33mA.

    Das Schwanken finde ich nach wie vor komisch. Aber ohne den Zusatzlüfter liegt der Ruhestrom nun unter den für den E39 laut T*S maximal zulässigen 40mA.

    Was würdet ihr machen? Den Lüfter habe ich im Juni 2016 eingebaut. Ist es normal, dass der einfach so Strom zieht?
  • Wenn er defekt ist, kann das durchaus sein. Wie gesagt, bei den aktuellen Temperaturen und denen, die noch kommen, spielt der keine große Rolle. Würde den wieder anklemmen um Korossion im Stecker vorzubeugen und hin und mal kontrollieren, ob sich was ändert. Solange er nicht ganz den Geist aufgibt, würde ich es dabei belassen.

    Nebenbei: Vemo ist m.W. auch nicht Erstausrüster, glaube das ist Hella bei den Dingern. Kann das jemand bestätigen?