Defekte(r) Kurbelgehäuseentlüftung (KGE)/Ölabscheider:Ursache für Turboschaden,Verkokung,.. (Diesel)

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Hab meine Lüftereinheit vorm Osterurlaub mit Wohnwagen sicherheitshalber nochmal getauscht, den blitzeblanken Zyklon aber weiterverwendet.

    Und siehe da... das seltsame Geräusch, das klingt wie eine defekte Umlenkrolle, ist seitdem verschwunden. Laut Suche kann eine defekte KGE tatsächlich ein solches Geräusch erzeugen, meine Spann- und Umlenkrollen waren's nämlich nicht!

    Wer einen neuen und originalen Fliesfilter benötigt, einfach PN an mich :)

    Grüße
    Michael

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michael_520d ()

  • Ein Kreischen wars nicht, jedoch ein leichtes drehzahlabhängiges Jaulen. Klingt wie ein trockenlaufendes Kugellager.

    Somit hört man es also, wenn die KGE am Ende ist und muss nicht vorsorglich tauschen. Gut zu wissen...
  • Bin mal gespannt, ob du auch dann bald anfängst nachzudenken, wie du dein Auto am schnellsten zerstören kannst um endlich Ruhe zu haben. Nicht das du so wirst wie ich :lol:

    Mal schauen ob ich bald meine Karre wieder ans Laufen kriege. Immerhin habe ich mal wieder eine komplett neue KGE bestellt. Original BMW natürlich. Hoffentlich läuft die Kiste bald wieder vernünftig. :heul:
    Biete Hilfestellung beim M57 im Raum Neuss/Düsseldorf!

    DSP oder Navi nicht vorhanden? Kabelbaum defekt? Ich helfe beim nachrüsten und reparieren!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ICExpress ()

  • so habe gestern die KGE bei meinem dicken getauscht!

    Beim Kauf habe ich auf Zyklon getauscht (bei 170tkm) jetzt hat er 218tkm runter und ich dachte mir why not raus damit

    die 10€ werde ich auch noch übrig haben bei jedem Ölwechsel oder jedem zweiten Ölwechsel den Filter mit zumachen ....

    (ich wechsel das Öl alle 15-20tkm)

    Lg
  • Ich habe am WE meine KGE mal ersetzt und die alte zerlegt. Wie sich zeigt war die Membrane noch intakt und dicht. Das Vlies war natürlich total versifft.

    Erstmal zur Info die Bilder dazu:

    Einbaulage:



    KGE zerlegt:



    Membrane eingefahren (Zustand: KGE offen, "Normalzustand")):



    Membrane ausgefahren (Zustand: KGE dicht):



    Ich denke(!) ich habe die Funktionsweise geschnaggelt und versuche die heute Nachmittag mal in eine Skizze zu packen. Update folgt. :trinken:
  • Ich hatte ja noch versprochen ein Schema zu malen.. *tada*:



    Ich bitte die Unschönheit zu entschuldigen und hoffe das Schema ist ersichtlich!?

    Mir ging es vor allem um die Membrane.

    Ich stelle mir das ganze so vor:

    Motor läuft im Leerlauf
    Im Bereich "hellgrün" über der Membrane herrscht der normale Umgebungsdruck (1013 hPa). Der Turbo zieht Frischluft, also herrscht auch im Bereich "hellblau" ein leichter Unterdruck (weniger als 1013 hPa). Im Kurbelgehäuse wird nicht allzuviel los sein, wir gehen mal von Umgebungsdruck aus.
    Resultierend herrscht unter der Membrane im hellgrauen Bereich auch ein leichter Unterdruck.
    => die Membrane wird gegen die Feder herunter gesogen und schließt die Öffnung (fast)
    => kaum bis kein Durchfluss durch die KGE

    Motor muss Leistung bringen, dreht höher

    Auf der einen Seite werden wir nun einen etwas höheren Unterdruck im Bereich "hellblau" haben, der versucht die Membrane weiter zu schließen (Umgebungsdruck über dem Membrane bleibt gleich). Durch die Abforderung von Leistung kommt es jedoch zu mehr Blow-By-Gasen im Kurbelgehäuse, der Druck steigt über das Niveau des Umgebungsdruckes.
    => Die Membrane wird (je nach Druckgleichgewicht zw. Saugseite Turbo und Überdruck im Kurbelgehäuse) hoch gedrückt. Der Volumenstrom durch die KGE steigt.

    Die Öl-haltigen Blow-By-Gase werden durch den Vlies-Filter gedrückt, bis sich dieser wie ein Schwamm mit dem Öl vollsaugt. Ab diesem Zustand bilden sich Öltropfen auf der Außenseite des Vlies-Filters, die letztlich abtropfen und durch die Öffnung links im Schema (im Bild weiter oben: rechte KGE-Kammer, obere Öffnung) direkt zurück ins den Ölsumpf der Ölwanne zurück laufen. Die gefilterte Luft verlässt die KGE durch die obere Öffnung der rechten KGE-Kammer und wird über den Turbo angesaugt und der Verbrennung zugeführt.

    Soweit ist alles normal.

    Nun wird unser Öl älter, sammelt Schwebstoffe, Ruß etc. (den Dreck sieht man in der linken Hälfte der geöffneten KGE oben). Dieser setzt den Vlies-Filter zu. Da unser Vlies aber nicht absolut dicht ist, vermute(!) ich, dass sich das Vlies vom Gitter-Träger hebt und die Blow-By-Gase ungefiltert durch lässt. Mir sind auch Bilder mit aufgelöstem Vlies im Hinterkopf..
    In diesem Fall wird die Öl-haltige Luft vom Turbo angesaugt. Das legt sich z.B. auf dem Kompressorrad ab und der Turboschaden naht.. siehe ersten Thread.

    Altert dazu die Membrane, so dass sie rissig wird oder leiert die Feder aus, so wird immer und mehr Öl-haltige Luft durch den Vlies-Filter geleitet. Dieser setzt sich schneller zu, mit allen Folgen..

    Letztere Sachlage wird dazu geführt haben, dass BMW auch bei den Zyklonen den Wechsel der gesamten Einheit vorgesehen hat. Die Membrane und die Feder sind schließlich nicht separat erhältlich.

    Ich hoffe damit wieder ein wenig mehr Licht in das Thema KGE gebracht zu haben.

    Sofern ich mir hier Dinge falsch zusammen gereimt habe, bitte ich um eine PN, so dass ich das editieren kann. Dass soll kein Diskussionsthread werden.
    Danke! :trinken:
  • Irgendwie fühlt sich das an wie der ultimative Ölfred.....

    Ja ich bin kein typischer Durchschnittsfahrer. Ich rausche schon mal 50.000 km im Jahr runter wofür unsere Heizöler gebaut wurden.
    Das ich weniger mit Ölkohle zu kämpfen habe liegt sicherlich mit daran. Auch möchte ich all die Tatsachen und Erkenntnisse nicht anzweifeln - gebe aber dennoch folgende Decksportaufgabe: Ich wechsel 1x p.a. das Motoröl- d.h. nach ca. 45.- 50.000km!!!! Der Zyklon verrichtet seit 2011 ! seinen Dienst.
    Er brummt nicht, pfeift nicht. Das der M57 überhaupt Öl verbrauchen soll kann ich nicht feststellen! Ich habe nach einem Jahr farhen die selbe Menge Öl wie am Tag des Wechsels!!!!

    Unabhängig dieses Freds führe ich in kürze eine grosse Revision durch, auch, weil ich wohl doch verschliessene Injektoren habe. Reinigen hilft nicht richtig. Nach nunmehr über 150.000 km habe ich das Gefühl, dass es nicht schaden könnte den Zyklon zu erneuern. Das Gehäuse ist Ölfrei die Membran nicht verklebt. Aber - das ist mein Bauchgefühl und entspringt keiner Ratio oder irgendwelchen Angstgeschichten.

    Es scheint somit eine Empfehlung für den typischen Durchschnittsfahrer zu sein, der sehr viel Kurzstrecke fährt! Für jene die regelmässig längere Strecken auf der AB zurücklegen ist es nicht wirklich erforderlich.
    Ebensowenig das Öl alle 10 -15.000km zu wechseln.....

    Gruss
  • Danke für Dein Feedback! :trinken:

    Ich schaffe etwa die Hälfte Deiner Laufleistung, also 25tkm/Jahr.
    Dabei fahre ich immer ca. 5km innerorts gefolgt von 40km Autobahn und das ganz ruhig mit Tempomat 130km/h.. täglicher Arbeitweg eben.

    Ich wechsel mein Öl lt. SIA, also rund nach 18..20tkm und das inkl. Vlies-Filter der entsprechend aussieht.
    Mein Ölverbrauch war seit dem letzten Wechsel ca. 1l, daher habe ich nun die ganze KGE ersetzt. Ich hoffe es wird nun besser. :top:

    Dennoch sehe ich mich nicht als "Kurzstreckenfahrer" sondern als Durchschnitt. Jedem der in etwa gleichviel oder weniger fährt lege ich daher die KGE-Wartung wärmstens ans Herz. :trinken:
  • Ich hatte trotz DPF leichtes Rußen bzw. dunklen Rauch. Die KGE war extrem Dunkel und das Flies war schon leicht am sich Auflösen.

    KGE gewechselt, und es is Ruhe.

    Die SIA knabbert schon die letzten beiden Grünen Punkte an, dementsprechend werde ich nach ~ 10.000 km die KGE samt Flies mal auf machen und dann Rückmeldung geben. Fahre auch etwa 25.000 km, Hauptsächlich Landstraße und Autobahn, allerdings kann man zeitweise auch Stadtverkehr dazu rechnen...ist halt doch recht oft Stau im Berufsverkehr.
  • Original von blue_racer
    Ich hatte ja noch versprochen ein Schema zu malen.. *tada*:



    Ich bitte die Unschönheit zu entschuldigen und hoffe das Schema ist ersichtlich!?

    Mir ging es vor allem um die Membrane.

    Ich stelle mir das ganze so vor:

    Motor läuft im Leerlauf
    Im Bereich "hellgrün" über der Membrane herrscht der normale Umgebungsdruck (1013 hPa). Der Turbo zieht Frischluft, also herrscht auch im Bereich "hellblau" ein leichter Unterdruck (weniger als 1013 hPa). Im Kurbelgehäuse wird nicht allzuviel los sein, wir gehen mal von Umgebungsdruck aus.
    Resultierend herrscht unter der Membrane im hellgrauen Bereich auch ein leichter Unterdruck.
    => die Membrane wird gegen die Feder herunter gesogen und schließt die Öffnung (fast)
    => kaum bis kein Durchfluss durch die KGE

    Motor muss Leistung bringen, dreht höher

    Auf der einen Seite werden wir nun einen etwas höheren Unterdruck im Bereich "hellblau" haben, der versucht die Membrane weiter zu schließen (Umgebungsdruck über dem Membrane bleibt gleich). Durch die Abforderung von Leistung kommt es jedoch zu mehr Blow-By-Gasen im Kurbelgehäuse, der Druck steigt über das Niveau des Umgebungsdruckes.
    => Die Membrane wird (je nach Druckgleichgewicht zw. Saugseite Turbo und Überdruck im Kurbelgehäuse) hoch gedrückt. Der Volumenstrom durch die KGE steigt.

    Die Öl-haltigen Blow-By-Gase werden durch den Vlies-Filter gedrückt, bis sich dieser wie ein Schwamm mit dem Öl vollsaugt. Ab diesem Zustand bilden sich Öltropfen auf der Außenseite des Vlies-Filters, die letztlich abtropfen und durch die Öffnung links im Schema (im Bild weiter oben: rechte KGE-Kammer, obere Öffnung) direkt zurück ins den Ölsumpf der Ölwanne zurück laufen. Die gefilterte Luft verlässt die KGE durch die obere Öffnung der rechten KGE-Kammer und wird über den Turbo angesaugt und der Verbrennung zugeführt.

    Soweit ist alles normal.

    Nun wird unser Öl älter, sammelt Schwebstoffe, Ruß etc. (den Dreck sieht man in der linken Hälfte der geöffneten KGE oben). Dieser setzt den Vlies-Filter zu. Da unser Vlies aber nicht absolut dicht ist, vermute(!) ich, dass sich das Vlies vom Gitter-Träger hebt und die Blow-By-Gase ungefiltert durch lässt. Mir sind auch Bilder mit aufgelöstem Vlies im Hinterkopf..
    In diesem Fall wird die Öl-haltige Luft vom Turbo angesaugt. Das legt sich z.B. auf dem Kompressorrad ab und der Turboschaden naht.. siehe ersten Thread.

    Altert dazu die Membrane, so dass sie rissig wird oder leiert die Feder aus, so wird immer und mehr Öl-haltige Luft durch den Vlies-Filter geleitet. Dieser setzt sich schneller zu, mit allen Folgen..

    Letztere Sachlage wird dazu geführt haben, dass BMW auch bei den Zyklonen den Wechsel der gesamten Einheit vorgesehen hat. Die Membrane und die Feder sind schließlich nicht separat erhältlich.

    Ich hoffe damit wieder ein wenig mehr Licht in das Thema KGE gebracht zu haben.

    Sofern ich mir hier Dinge falsch zusammen gereimt habe, bitte ich um eine PN, so dass ich das editieren kann. Dass soll kein Diskussionsthread werden.
    Danke! :trinken:



    Ich finde Dein Schaubild richtig Klasse! :top: :trinken:
    So kann es wirklich jeder verstehen, was da eigentlich vor sich geht und wofür die KGE notwendig ist...bzw. warum sie gewartet werden sollte...

    Danke!

    Kleine Ergänzung hätte ich noch.... Im Kurbelgehäuse herrscht je nach Verschleiss der Zylinderwandungen und Kolben/Kolbenringe ein nicht geringer Überdruck (vor allem unter Last und ganz erheblich in der Kaltstartphase...!)

    Wie hoch dieser Überdruck ist hängt wie gesagt vom Zustand des Aggregats ab...in der einschlägigen Literatur habe ich dazu bislang nichts erhellendes gefunden....recherchiere aber weiter...

    Gruß Christian
  • Original von opaauto
    Da ich auch 50000km im Jahr fahre, bin ich wohl Vielfahrer.
    Mein Öl Wechsel ich Trotzdem alle 15000km und dann auch immer den Vliesfilter. Jeden dritten Öl Wechsel wird die komplette KGE Einheit gewechselt.
    Ich steige immer mit einem guten Gefühl in mein Auto!!


    Die Ölwechselintervale sind völlig überbewertet. Ich steige bei 50'km mit dem selben Öl noch immer mit einem guten Gefühl in mein Auto :D Der 0 (null) messbare Ölverbrauch bestätigt den Forzschritt und Qualität der modernen Öle. :top: Aber wer x fach wechseln will, soll es um Himmelswillen tun!! Es handelt sich hier um meine Erfahrung und mein Verhalten im Umgang mit Motoröl!

    Gruss